1. Startseite
  2. Meinung

Cannabis plus Prävention

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Alisha Mendgen

Kommentare

Ob die Aussage auf dem T-Shirt des jungen Mannes auf der Hanf-Parade in Berlin im August stimmt, darf bezweifelt werden.
Ob die Aussage auf dem T-Shirt des jungen Mannes auf der Hanf-Parade in Berlin im August stimmt, darf bezweifelt werden. © Fabian Sommer/dpa

Mit der Legalisierung von Cannabis kommt die Drogenpolitik in der Wirklichkeit an. Für die Entwicklung Minderjähriger ist die Droge aber nach wie vor gefährlich. Daher ist Prävention ein Muss.

Eine Legalisierung von Cannabis ist Ausdruck einer Drogenpolitik, die in der Realität angekommen ist. Daher ist der Plan von Gesundheitsminister Karl Lauterbach folgerichtig. Die Legalisierung darf aber nur voranschreiten, wenn gewährleistet ist, dass der Jugendschutz nicht unter die Räder kommt.

Egal, wie man es dreht oder wendet: Das Signal, das von einer Legalisierung ausgeht, ist Normalisierung. Für die Entwicklung Minderjähriger ist Cannabis aber nach wie vor gefährlich. Die Legalisierung muss deswegen immer mit Präventionsarbeit einhergehen.

Grundsätzlich ist bei Lauterbachs Plänen unklar, wie Besitz- und Eigenanbaugrenzen durchgesetzt werden sollen. Ein Einfallstor ist der Eigenanbau zudem, weil durch ihn auch Minderjährige an Cannabis kommen könnten. Doch Kontrollen sind quasi unmöglich, weswegen Präventionsarbeit das wichtigste Mittel ist.

Damit Konsumentinnen und Konsumenten nicht den Kauf bei Dealern bevorzugen, muss Cannabis leicht verfügbar gemacht und kostengünstig angeboten werden. Dabei darf die Aufklärungsarbeit nicht hinten runterfallen: Für den Verkauf sind Apotheken der richtige Ort, weil sie flächendeckend vorhanden sind und Gesundheitsschutz der Kern ihrer Arbeit ist. Bericht S. 34

Auch interessant

Kommentare