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Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels hat Grund zur Klage.

Kultur der Entscheidungsunfähigkeit

Der Bundeswehr fehlt weit mehr als nur Unterwäsche

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Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels kritisiert bei der Armee nicht nur fehlende Ausrüstung und Ausstattung, sondern auch die Unfähigkeit, bei wichtigen Themen Entscheidungen zu treffen. Der Kommentar.

Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels kritisiert nicht nur fehlende Panzer, das jahrelange Warten auf neue Schuhe und Personalprobleme. Er lenkt den Blick auf etwas Grundsätzlicheres, auf die Architektur der Bundeswehr. Die scheint durchstrukturiert. Bartels aber diagnostiziert eine Kultur der Entscheidungsunfähigkeit und der Verantwortungslosigkeit – weil Verantwortung immer weiter nach oben verwiesen werde, bis keiner mehr so genau weiß, wo sie eigentlich gelandet ist.

Dadurch kann das stabilste Gebilde ins Wanken geraten. Es lässt sich damit erklären, warum manche simple Entscheidung in der Truppe so lange dauert, warum Probleme manchmal zu spät auffallen. Der Wehrbeauftragte ist damit nicht alleine. Die Bundeswehr hat in einer internen Untersuchung festgestellt, dass ihr die „notwendige Robustheit, Klarheit in den Zuständigkeiten und Durchhaltefähigkeit für eine militärische Großorganisation“ fehle. Die Erkenntnis wäre also da.

Diese auch umzusetzen, geht in einem riesigen Apparat wie der Bundeswehr nicht so schnell. Aber ein solch zentrales Problem muss angegangen werden. Denn mit einer wackeligen Struktur kann der geplante Um- und Ausbau der Bundeswehr nicht gelingen. Da helfen dann auch zusätzliche Milliarden nichts.  

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