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Anlass der Debatte: Rainer Brüderle und die stern-Redakteurin Laura Himmelreich trafen sich bei einem Termin.
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Anlass der Debatte: Rainer Brüderle und die stern-Redakteurin Laura Himmelreich trafen sich bei einem Termin.

Kommentar

Brüderles aggressives Schweigen

  • Holger Schmale
    VonHolger Schmale
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Zum respektvollen Umgang der Geschlechter kommt nichts von der FDP.

Die FDP versucht, ihren wegen sexistischer Anmache ins Gerede gekommenen Spitzenmann Rainer Brüderle als fröhlichen Rheinländer darzustellen. Als jovialen Mann mit freundlichem Altherrencharme, der vielleicht von einer jungen Reporterin falsch verstanden worden sei. Wenn es so wäre, könnte Brüderle sich wie ein Gentleman verhalten. Er könnte sagen, dass er ohne böse Hintergedanken mit der Journalistin an der Bar geplaudert habe und um Verzeihung bitten, sollte er sich missverständlich geäußert haben.

Rainer Brüderle aber schweigt. Und das ist nicht das feine Schweigen des Gentleman. Es ist ein aggressives Schweigen das zeigt, dass er nichts verstanden hat. Weder, dass er sich falsch verhalten hat, noch die Dimension der durch sein Verhalten ausgelösten gesellschaftlichen Debatte. Wäre die FDP die Bürgerrechtspartei, als die sie sich ausgibt, müsste sie doch etwas beizutragen haben. Doch zu dem großen Thema respektvoller Umgang der Geschlechter, das so viele derzeit umtreibt, kommt nichts von den Scheinliberalen.

Stattdessen unternehmen Brüderle und seine Parteifreunde den perfiden Versuch, sich und die FDP als Verfolgte darzustellen. „Sie können uns schlagen, beschimpfen, mit Dreck bewerfen, aber sie können uns unsere Überzeugungen nicht nehmen“, dröhnte er am Sonntag in der Pose eines Freiheitskämpfers. Welche Überzeugungen? Dass man Frauen belästigen darf?

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