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Werden die Briten Mays Einigung mit der EU unterstützen?

Brexit

Die Briten können nicht ohne Europa

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Der Brexit-Sondergipfel am Sonntag stellt eine historische Zäsur dar. Statt Grenzen zu überwinden und die Völker einander näher zu bringen, werden neue Mauern errichtet. Ein Kommentar.

Wenn die EU-Staaten in Brüssel Abkommen beschließen, dann geht es in der Regel darum, die Zusammenarbeit in Europa zu verbessern. Der Sondergipfel am Sonntag stellt dagegen eine historische Zäsur dar. Mit der Billigung des Brexit-Vertrags sollen erstmals in der Geschichte der Europäischen Union die Uhren zurückgedreht werden.

Statt Grenzen zu überwinden und die Völker einander näher zu bringen, werden neue Mauern errichtet. Allerdings: Selten zuvor herrscht nach einem Gipfel größere Unsicherheit darüber, was denn nun tatsächlich passieren wird.

Die Musik spielt ab sofort nicht mehr in Brüssel, sie spielt jetzt ausschließlich in Großbritannien. Premierministerin Theresa May dürfte große Schwierigkeiten haben, den Vertrag durch das Parlament zu bekommen. Scheitert sie, sind Neuwahlen möglich, eine Bitte um Neuverhandlungen mit der EU oder eine neue Volksabstimmung.

Es besteht also zumindest ein klein wenig Hoffnung, dass dieser ganze Wahnsinn doch noch beendet wird. Es wäre vor allem den Briten selbst zu wünschen. Europa kann ohne Großbritannien, die Briten können aber nicht ohne Europa.

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