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Die Brände im Amazonas wüten weiter.

Brasilien

Bolsonaros Sturheit im Angesicht der Amazonas-Feuer

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Das Nein des rechtspopulistschen Präsidenten zu den G7-Hilfen zeigt, dass Europa den Zugang zu Lateinamerika verloren hat.

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro will keine Hilfe. Er lehnt die von den G7-Staaten beschlossenen Mittel von 20 Millionen US Dollar ab. Stattdessen sollten damit Wälder in Europa wieder aufgeforstet werden. Und überhaupt: Die Brände seien genauso schlimm wie in den letzten 30 Jahren.

Das ist unverantwortliche Sturheit. Zur Wahrheit gehört aber auch: Europa hat den Zugang zu Lateinamerika verloren. So kann der brasilianische Präsident mit Überweisungen für die Soja-Bohne aus Peking rechnen. Und die Brände will er mit Hilfe aus Israel und den Vereinigten Staaten löschen.

Leider ist auch Bolsonaros Vorwurf des „G7 Kolonialismus“ nicht ganz unbegründet. Die Art und Weise wie der französische Präsident Emmanuel Macron seinen brasilianischen Amtskollegen auf die Anklagebank in Biarritz setzte, ohne dass sich der in dieser Debatte wehren konnte, mag Macron in Europa vielleicht Pluspunkte bringen. Bolsonaro aber kann sich als Opfer inszenieren. Übrigens: Der Regenwald brennt inzwischen weiter.

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