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Boris Johnson verabschiedet sich aus dem Rennen um den Posten des Premierministers.
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Boris Johnson verabschiedet sich aus dem Rennen um den Posten des Premierministers.

Brexit

Boris Feigling

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Der Rückzug von Boris Johnson zeigt, wie klein nationalistische Großmäuler werden, wenn es gilt, die Folgen ihrer falschen Versprechungen zu verantworten. Ein Kommentar.

Falls die Gefolgschaft des europäischen Rechtspopulismus noch lernfähig ist, sollte sie einen Blick nach Großbritannien werfen. Man kann dort im Zeitraffer sehen, wie klein nationalistische Großmäuler werden, wenn es die Folgen ihrer Lügen und falschen Versprechungen zu verantworten gilt.

Was hat Boris Johnson getönt vor dem Brexit-Referendum! Aber innerhalb einer Woche haben sich die zwei wichtigsten „Argumente“ für den EU-Austritt mehr oder weniger in Luft aufgelöst: Die Zahlungen Londons an Brüssel, die irgendwann eingespart werden sollten, sind wesentlich geringer als in der Kampagne behauptet. Und das Versprechen, die Grenzen auch für EU-Bürger dichtzumachen, war nicht nur inhuman, sondern auch gegenstandslos: Wenn das Land – wie Johnson sagt – im Binnenmarkt bleiben will, ist das ohne Freizügigkeit für EU-Arbeitnehmer nicht zu haben.

So ist die Lage, und was macht Boris Johnson? Statt sich um das Amt des Premierministers zu bewerben und das zu verantworten, was nach den Austrittsverhandlungen von seinen großen Worten übrigbleiben wird, winkt er ab. Es lässt sich einfach leichter weiter lügen, wenn man nicht regieren muss. Aber dieses Verhalten ist schlicht und einfach feige. So, liebe Mitläufer, steht es um eure rechten Idole.

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