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Horst Seehofer bietet Italien Hilfe an. 

Flüchtlinge

Italien hat Hilfe verdient

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Bundesinnenminister Seehofer tut überraschende das Richtige, wenn er ein Viertel der in Italien anlandenden Bootsflüchtlinge aufnehmen lassen will. 

Horst Seehofer ist immer für Überraschungen gut. Im Sommer vergangenen Jahres lieferte sich der Innenminister ein erbittertes Gefecht mit Kanzlerin Angela Merkel über die Zurückweisung von Flüchtlingen an den Außengrenzen. Jetzt stellt derselbe Innenminister die Aufnahme von einem Viertel der in Italien anlandenden Bootsflüchtlinge in Aussicht. Und das ist gut so.

Es ist richtig im Interesse der Menschen, die von privaten Rettungsschiffen aus dem Meer gefischt werden und dann nicht wissen, wie es weitergeht. Das ist ein unhaltbarer Zustand und ein Offenbarungseid der Europäischen Union, die die Rettungsmission „Sophia“ zuvor gestoppt hatte. Seehofers Angebot ist auch richtig, weil es Druck von der italienischen Regierung nimmt. Der ehemalige Innenminister Matteo Salvini wollte Flüchtlinge abwehren. Nachfolgerin Luciana Lamorgese will das ändern. Sie zu unterstützen ist notwendig.

Auch, weil Italien ohnehin massive wirtschaftliche und finanzielle Probleme hat. Die EU kann also viel tun, um das Abdriften des Gründungsmitglieds zu verhindern. 

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