+
Die größten Aufgaben liegen im Verkehrssektor und beim Heizen.

Kommentar

Wo bleibt die CO2-Steuer?

  • schließen

Die Abgaben für Energie müssen neu organisiert werden.

Die Besteuerung von Energie muss reformiert werden. Derzeit haben wir es mit einem System zu tun, dessen Basis noch aus den Zeiten stammt, als Klimawandel und erneuerbare Energien noch keine Rolle spielten. Im Laufe der Jahre wurden diverse Komponenten angeflanscht, um etwa den Ausbau von Sonnen- und Windstrom zu finanzieren.

So ist immer nur draufgesattelt worden. Inzwischen machen Abgaben, Steuern und die Gebühren für die Nutzung der Netze 80 Prozent des Strompreises aus. Das ist der Grund dafür, dass elektrische Energie in kaum einem europäischen Land so teuer ist wie hierzulande. Dabei können wir die Klimaziele nur durch eine Elektrifizierung in vielen Bereichen erreichen. Die größten Aufgaben liegen im Verkehrssektor und beim Heizen. Es braucht eine CO2-Steuer, die den Einsatz von fossiler Energie verteuert.

Die Stromsteuer, die einst zu Sparsamkeit ermuntern sollte, hat sich längst überlebt. Die Umlage für den Ausbau der Erneuerbaren darf nicht länger nur von Verbrauchern und Firmen getragen werden, die als nicht-energieintensiv gelten. Zwar haben wir im Strommix schon einen Anteil von 40 Prozent Öko-Energie. Das heißt aber auch, dass wir diesen Anteil in den nächsten Jahren noch einmal verdoppeln müssen – mindestens. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare