Eine Demonstrantin kniet auf dem Boden während eines Protests gegen Rassismus und Polizeigewalt.
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Eine Demonstrantin kniet auf dem Boden während eines Protests gegen Rassismus und Polizeigewalt.

„Black-Lives-Matter“

Die einzige Chance gegen Rassismus

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Dem Protest gegen Rassismus muss die Selbstbefragung der Gesellschaft folgen. Das ist die einzige Chance. Der Kommentar zur „Black-Lives-Matter“-Bewegung.

Was für eine Geste: Unzählige Menschen stehen auf gegen Rassismus. Sie erheben sich, indem sie niederknien. Nicht vor den Mächtigen, die Rassismus dulden oder fördern, sondern aus Respekt vor der so schwer verletzten Würde des im Polizeigriff getöteten George Floyd, die ja in Wahrheit die Würde aller Menschen ist. Sie knien nieder, weil sie nicht in die Knie gehen wollen.

Proteste gegen Rassismus: Dilemma zwischen Widerstand und Corona-Abstandsregeln

Was sich am Wochenende auf so vielen Straßen und Plätzen tat, ist ermutigend. Es wird nicht weniger ermutigend dadurch, dass die Protestierenden sich im Dilemma zwischen dem notwendigen Widerstand und den Corona-Abstandsregeln befanden. Weithin wurde versucht, hier ein Maß zu finden, und wenn es wegen der erfreulichen Masse an Demonstranten manchmal misslang, lässt sich daraus lernen.

Lernen für das nächste Mal, die nächsten Male. Denn die Hoffnung, dass sich etwas ändert, hängt davon ab, ob sich diesmal eine dauerhafte Bewegung entwickelt. 

Die einzige Chance gegen den Rassismus

Eine Bewegung, die nicht nur aufsteht, wenn Polizisten töten, sondern Stück für Stück durchdringt in die Tiefen unseres Bewusstseins, wo der Rassismus selbst bei manchen Wohlmeinenden seine Blüten bis ins alltägliche Verhalten treibt. Dem Protest muss also die Selbstbefragung der Gesellschaft folgen. Das ist die einzige Chance.

Von Stephan Hebel

Der gewaltsame Tod von George Floyd hat auch in Deutschland #Blacklivesmatter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Initiativen machen auf Racial Profiling und Tote in Polizeigewahrsam aufmerksam.

Dass das Thema noch immer aktuell ist, zeigt ein neuer Rassismus-Vorwurf gegen Rossmann.

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