Immobilien

Wer bestellt, der zahlt

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Die Makler-Courtage von bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises ist bei Wohnungs- oder Hauskäufern ein ordentlicher Batzen Geld. Der Kommentar. 

In der Immobilienbranche werden von Eigentümern oder Verkäufern eingesetzte Makler zumeist von der anderen Partei bezahlt, also von künftigen Mietern oder dem Käufer. Das ist widersinnig. Es ist also löblich, dass Verbraucherschutzministerin Katarina Barley die Praxis umdrehen will. Das sogenannte Bestellerprinzip gilt schon für den Vermietungsbereich und soll laut Barley ein voller Erfolg sein. Jedenfalls werden nicht mehr so viele Makler in diesem Bereich tätig wie zuvor, sagt sie. Das liegt allerdings auch daran, dass Vermietungen ohnehin immer strengeren Regularien unterliegen.

Die Makler-Courtage von bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises ist bei Wohnungs- oder Hauskäufern, neben weiteren Nebenkosten, ein ordentlicher Batzen Geld. Doch wer seine Traumwohnung nach Jahren des Suchens endlich findet – der nimmt das in Kauf.

Und es kann getrost vermutet werden: Das wird auch bei Anwendung des Bestellerprinzips auf den Kaufbereich so bleiben. Denn wie soll realistisch verhindert werden, dass die Courtage verdeckt Teil des Kaufpreises ist? Dann zahlt der Käufer nicht nur die Vermittlungsgebühr, sondern auch Grunderwerbssteuer auf den höheren Kaufpreis. Das wiederum freut sogar den Staat, der hierbei ebenfalls gern die Hand aufhält. 

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