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Migration

Beschämende Flüchtlingsdiskussion

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Etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge leben bei uns. Ja, Flüchtlinge kosten Geld, und ja, einige wenige haben Gewalttaten ausgeübt. Was ändert das an der Verantwortung? Ein Kommentar.

Jetzt wissen wir es genau: Etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge – mit geklärtem oder ungeklärtem Status – leben bei uns. Das sind etwa zwei Prozent der Gesamtbevölkerung, und man könnte fragen: Schaffen wir das?

Seit die Kanzlerin diese Frage mit „Ja“ beantwortet hat, ist viel passiert. Einerseits haben vor allem Kommunen und Ehrenamtliche bei der Aufnahme oft Großes geleistet. Andererseits hat sich die Debatte in eine furchtbare Richtung entwickelt.

Gewalt ein Monopol der Geflüchteten?

Vor allem über Terror redet Deutschland praktisch nur noch so, als sei Gewalt ein Monopol der Geflüchteten. Gerade so, als hätte der „Islamische Staat“ nicht auch ohne große Fluchtbewegung Möglichkeiten gefunden, Täter zu rekrutieren. Und gerade so, als gäbe es den täglichen Terror gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte nicht.

Ja, Flüchtlinge kosten Geld, und ja, einige wenige haben Gewalttaten ausgeübt. Aber was ändert das an der Verantwortung – und der Kraft – dieses reichen Landes, humanitär zu handeln?
Stattdessen redet alles übers Abschieben. Und wie hoch ist die Zahl der vollziehbar Ausreisepflichtigen? 28.000. Ein bisschen wenig, um alle Probleme auf ihnen abzuladen. War das gemeint, als Angela Merkel sagte „Wir schaffen das“? Beschämend.
 

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