Psychisch Kranke

Beschäftigte entlasten

  • Tim Szent-Ivanyi
    vonTim Szent-Ivanyi
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Unternehmen sollten aus eigenem Interesse daran arbeiten, dass ihre Mitarbeiter nicht durch Leistungsdruck und permanenter Erreichbarkeit krank werden. Der Kommentar.

Psychische Erkrankungen spielen bei den Fehlzeiten der Arbeitnehmer eine immer größere Rolle. Zwar sind die meisten Beschäftigten noch immer wegen Atemwegserkrankungen und Rückenschmerzen krankgeschrieben. Doch der Anteil der Menschen, die unter Depressionen oder Angststörungen leiden, steigt. Während Atemwegserkrankte im Schnitt etwa sieben Tage zum Auskurieren benötigen, fallen psychisch Erkrankte im Schnitt 37 Tage aus.

Es muss also gehandelt werden. Ein Fortschritt ist dabei schon erreicht: Weil das Thema zunehmend diskutiert wird, hat die Stigmatisierung der Betroffenen abgenommen. Erkrankte stoßen auch deshalb auf Verständnis, weil hoher Leistungsdruck und eine ständige Erreichbarkeit in vielen Branchen normal ist.

Einige Firmen sind daher dazu übergegangen, die Kommunikationskanäle zum Feierabend zu kappen. Derartige Beispiele müssen Schule machen. Auch angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels müssen Firmen daran interessiert sein, dass ihre Beschäftigten gesund und leistungsfähig bleiben. 

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