Verfassungsgericht

Beruft einen Ostdeutschen!

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Jes Möller ist qualifiziert und würde hierzulande den Skandal beenden, dass lediglich westdeutsche Richter zum Zuge kamen.

Ob Jes Möller es schafft, als erster Ostdeutscher ins Bundesverfassungsgericht einzuziehen, ist ungewiss. Es gibt zwei andere Kandidaten. Doch der 58-Jährige ist qualifiziert und hat eine beeindruckende Vor- wie Nachwende-Biografie aufzuweisen. Und es ist klar: Nach 30 Jahren wird es hohe Zeit, dass ein Ostdeutscher zum Zuge kommt. Berlin und Rheinland-Pfalz sollten ihre Kandidaten zurückziehen.

Zeit wird es, weil das Verfassungsgericht ein Verfassungsorgan ist, das durch seine Rechtsprechung politisch wirkt. Es ist ein Skandal, dass dort in fast 30 Jahren seit der Vereinigung 39 Westdeutsche reüssierten und darunter kein Ostdeutscher ist. Dies gilt umso mehr, als die mangelnde Repräsentanz Ostdeutscher in den Eliten in der Justiz besonders hervorsticht. So wurden die obersten Gerichte sogar in Ostdeutschland bis zu 100 Prozent von Westdeutschen geführt.

Es wird irgendwann keine Rolle mehr spielen, ob jemand aus Ost oder West stammt. So weit sind wir noch nicht. Also: Her mit dem Mann! Jetzt!

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