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Unter anderem am Uniper-Kraftwerk Datteln entzündet sich Kritik.

Kommentar

Berechtigte Kritik

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Die Bundesregierung hat nicht - wie versprochen - den Kohlekompromiss umgesetzt und muss nun mit den berechtigten Vorwürfen der Wissenschaftler leben. Der Kommentar.

Der vielgerühmte Kohlekompromiss ist tot. Das Papier der Kommission, die vor einem Jahr nach hartem Ringen einen gemeinsamen Weg zum Ausstieg aus dem klimaschädlichen Energieträger bis 2038 gefunden hatte, sollte ja eigentlich die Blaupause für die schwarz-rote Bundesregierung und die betroffenen Länder sein.

Seit der Bund-Länder-Einigung von letzter Woche ist klar: Die Politik weicht in wesentlichen Punkten davon ab. Es verwundert daher nicht, dass jetzt viele Mitglieder der Kommission sauer sind – und ihrem Ärger Luft machen.

Die Wissenschaftler und die Vertreter der Umweltverbände, die in der Kommission saßen, werten den Bund-Länder-Deal als Bruch der Übereinkunft – zumal Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zugesagt hatte, sie voll zu übernehmen.

Die Experten können ihre Kritik auch gut belegen. Die Kraftwerksabschaltungen werden zu weit nach hinten hinausgeschoben, es wird sogar ein neuer Meiler, Datteln 4, ans Netz genommen, und selbst der versprochene Erhalt des Hambacher Forsts taugt wenig, da er wegen der fortgesetzten Abbaggerung ringsum bedauerlicherweise auszutrocknen droht.  

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