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Reinigungspersonal säubert eine Rolltreppe am Flughafen von Bangkok. Es sind aber noch nicht alle potenziellen Übertragungswege von COVID-19 erforscht.

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Die neue Lungenkrankheit wächst nicht nur zu einer Pandemie, es zeigt uns auch unsere Grenzen, was uns aber nicht davon abhalten sollte, alles nötige zu tun. Ein Kommentar.

Die Sorge, dass sich die durch das Coronavirus verursachte neue Lungenkrankheit zu einer Pandemie ausweitet, wächst – und dürfte begründet sein. Immer mehr Fälle werden bekannt, und vermutlich geben sie nicht einmal die tatsächliche Situation wider. Wissenschaftler des Imperial College London etwa gehen davon aus, dass zwei Drittel aller Infektionen weltweit unentdeckt bleiben. Die Forscher halten es zudem für wahrscheinlich, dass man längst nicht alles über die Übertragungswege weiß. Unter anderem wird spekuliert, ob das Virus sich auch über Klimaanlagen verbreiten kann.

Auch in Deutschland sind inzwischen weitere Infektionen aufgetreten. Man weiß nicht wirklich, welche Notfallpläne greifen, wenn es sich noch stärker ausbreitet. Alles, was verhältnismäßig und vertretbar ist, sollte getan werden, wobei es eine durchaus heikle Angelegenheit ist, das richtige Maß zu finden.

Gleichwohl dürfte es eine Illusion sein zu glauben, man könnte mit noch so umfangreichen Maßnahmen die Kontrolle erlangen. Es ist naheliegend, dass die Dunkelziffer der Infizierten tatsächlich hoch ist, auch lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen, wer sich wo angesteckt hat. Das Virus zeigt uns Menschen auch die Grenzen unserer Möglichkeiten auf. 

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