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„Bayer + Monsanto = Tödliche Ehe“

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Bayers Fiasko

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Der Urteilsspruch zur Frage, ob Glyphosat Krebs auslöst, wird sich auf Hunderte weitere Gerichtsverfahren auswirken. 

Jetzt wird es für den Pharma- und Chemiekonzern Bayer ungemütlich. Die Leverkusener haben am Mittwoch nicht irgendeine Niederlage vor Gericht einstecken müssen. Nein, der Urteilsspruch zur Frage, ob Glyphosat Krebs auslöst, wird sich auf Hunderte weitere Gerichtsverfahren auswirken, in denen geklärt werden wird, ob Bayer Krebspatienten entschädigen muss.

Die Probleme hat sich die Konzernspitze selbst ins Haus geholt. Der Kauf des schlecht beleumundeten US-Konkurrenten und Glyphosatherstellers Monsanto entwickelt sich zu einem Fiasko. Die Bayer-Aktie hat seit der Veröffentlichung des Übernahmeangebots im Mai 2016 ein Viertel ihres Wertes verloren, dabei hätte der Zukauf den Wert ja steigern sollen. Das zeigt, für wie groß die Investoren inzwischen die Rechtsrisiken halten, denen Bayer in den USA ausgesetzt ist.

Dass der Konzern zur Rechenschaft gezogen wird, sollte Glyphosat krebserregend sein, ist absolut richtig. Es steht nur zu befürchten, dass am Ende die Beschäftigten den Preis für die Fehler von Konzernchef Werner Baumann zahlen werden.

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