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Wenn sich alle fertig gefreut haben in Bayern, könnten sie vielleicht gemeinsam etwas gegen das Stadt-Land-Gefälle machen.

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Bayerische Spaltungen

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CSU, SPD und Grüne sollten nach ihrer Freude über das Wahlergebnis, an dem gefährlichen Stadt-Land-Gefälle etwas ändern. Der Kommentar.

Schön, dass es noch Momente gibt, in denen sich fast alle freuen können. Das gilt zum Beispiel in Bayern, zumindest für die wichtigsten Parteien CSU, SPD und Grüne: Glaubt man den Reaktionen auf erste Ergebnisse, hat jede von ihnen die Kommunalwahl vom Sonntag gewonnen.

Die CSU sieht sich stabilisiert, vor allem auf dem Land. Die Grünen sehen sich sogar im Aufwärtstrend, vor allem in den Städten. Und die SPD darf sich freuen, dass es - ebenfalls besonders in den Städten - keineswegs nur abwärts geht.

So beliebig die Reaktionen wirken, so klar zeichnet sich ab, dass eine auch deutschlandweit problematische Entwicklung bestätigt wird: Klimaschutz, Liberalität, Weltoffenheit, also eher „grüne“ Themen, haben ihre Basis vor allem im eher wohlhabenden städtischen Umfeld. Auf dem Land hat der ängstliche Konservatismus der „Abgehängten“ (wenn auch zum Glück nicht der völkische Rassismus) eher die Nase vorn.

Wenn sie sich gemeinsam fertig gefreut haben, sollten die etablierten Parteien sich beeilen, an dem gefährlichen Stadt-Land-Gefälle etwas zu ändern. 

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