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Defensiv: Sayn-Wittgenstein.

Nationalismus

Die AfD und Auschwitz

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Doris von Sayn-Wittgenstein soll den Holocaust geleugnet haben. Das kann einen schon deshalb nicht erstaunen, weil hinlänglich bekannt ist, wie in der AfD gedacht wird. Ein Kommentar.

Erstaunen kann einen diese Nachricht in Sachen AfD kaum noch: Doris von Sayn-Wittgenstein soll nicht nur einen geschichtsrevisionistischen Verein unterstützt, sondern selbst den Holocaust geleugnet haben.

Der Parteivorstand hat bereits ein Ausschlussverfahren eingeleitet, wohl mehr aus Angst vor der Überwachung durch die Geheimdienste als aus Abscheu vor den Positionen einer Frau, die einmal fast zur Parteivorsitzenden gewählt worden wäre.

Erstaunen kann einen dies schon deshalb nicht, weil hinlänglich bekannt ist, wie in der AfD gedacht und geraunt wird: Wer sich an Deutschtümelei, Nationalstolz, an „1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ aufrichten will, muss die Shoa relativieren, sie zum „Vogelschiss“ machen, auf mehr oder weniger offensichtliche Weise.

Von Auschwitz führt kein Weg zum Stolz aufs Deutschsein, zur bruchlosen deutschen Identität – für niemanden, der verurteilt, was Deutsche im Namen Deutschlands dort taten. Auch kein Umweg, der diesen Stolz gerade aus der Aufarbeitung des Nationalsozialismus, aus Mahnmalen und Gedenkstunden beziehen will. 

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