Lehrstellenmarkt

Ausbildung muss sein

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Damit die Corona-Krise den Lehrstellenmarkt nicht verwüstet, muss die Bundesregierung helfen - etwa mit einem Bonus für Firmen, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen. Der Kommentar.

Der Berufsbildungsbericht ist ein Alarmsignal an Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Bundesregierung. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist im vergangenen Jahr zurückgegangen, im Verlauf der vergangenen zehn Jahre gingen Zehntausende Ausbildungsbetriebe verloren. Das alles geschah vor Corona. Die Pandemie löst aber eine schwere Arbeitsmarkt- und Wirtschaftskrise aus und wird damit auch den Ausbildungsmarkt hart treffen. Jetzt muss verhindert werden, dass die Corona-Krise die Ausbildung nicht verwüstet.

Für Arbeitgeber heißt das: Sie sollten Ausbildung auch in Zeiten der Corona-Krise anbieten. Sie können nicht heute Lehrstellen streichen und morgen den Fachkräftemangel beklagen. Es liegt im Interesse aller, den „Corona-Crash“ auf dem Ausbildungsmarkt zu verhindern, vor dem die Gewerkschaften warnen. Gerade die kleinen und mittleren Betriebe müssen unterstützt werden. Sie sind das Rückgrat des international angesehenen Systems der dualen Berufsausbildung.

Der DGB hat einen klugen Vorschlag gemacht, wie in der Corona-Krise der Schaden für die Ausbildung begrenzt werden kann. Firmen, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, sollen einen Bonus erhalten. Besser lässt sich Geld kaum anlegen. 

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