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Ausbau und Ausstieg

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Damit die CO2-Emissionen auf null gesenkt werden können, müssen erneuerbare Energie schneller ausgebaut und eine Ausstiegsstrategie für fossile Brennstoffe wie Erdgas entwickelt werden

Eine Bemerkung von Fatih Birol, Direktor der Internationalen Energieagentur, lässt aufhorchen. Sinngemäß betont er, dass es unkorrekt und irreführend sei, den erneuerbaren Energien die Verantwortung für den Anstieg der Erdgaspreise in die Schuhe zu schieben.

Tatsächlich hat sich dieses Jahr die Lage in Europa dramatisch zugespitzt. Die Nachfrage nach Energie ist mit dem Ende der Lockdowns im Frühjahr extrem schnell gestiegen. Zugleich weht spürbar weniger Wind als in den Vorjahren. Das hat die alten fossilen Energieträger wieder attraktiv gemacht. Sie müssen in die Bresche springen, um die Versorgung zu gewährleisten. Solche Situationen können in Zukunft immer wieder auftreten.

Das führt zu zwei Schlussfolgerungen: Erstens muss der Ausbau der Erneuerbaren beschleunigt werden. Zweitens braucht es eine Erdgasstrategie. Der fossile Brennstoff wird für anderthalb Jahrzehnte eine wichtige Rolle spielen. Danach muss sein Einsatz rapide zurückgefahren werden, wenn null CO2-Emissionen erreicht werden sollen: Also eine Ausbau- und zugleich eine Ausstiegsstrategie. Bislang ist davon wenig zu erkennen.

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