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Aus für Ex und Hopp

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Von: Joachim Wille

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Sortierte Verpackungsabfälle stehen gepresst neben einer Halle.
Sortierte Verpackungsabfälle stehen gepresst neben einer Halle. © Rolf Vennenbernd

Es ist gut, wenn fast 200 Länder der Erde sich auf der UN-Umweltversammlung auf ein globales Abkommen einigen, mit dem Plastikmüll beseitigt und vermieden werden soll. Der Kommentar.

Ohne Plastik geht es nicht. Aber so, wie mit Plastik umgegangen wird, eben auch nicht. Kunststoff-Kontinente im Meer, Mikroplastik im Speisefisch, zugemüllte Städte in Entwicklungsländern – das sind nur drei von vielen Beispielen falscher Ex- und Hopp-Konzepte bei dem Material.

Deswegen ist es gut, dass ein globales Abkommen zur Lösung des Problems entstehen soll. Fast 200 Länder der Erde haben sich auf der UN-Umweltversammlung darauf geeinigt. Positive Überraschung dabei: Die Vorgaben, in deren Rahmen der Vertrag verhandelt werden soll, sind ambitionierter als aufgrund des Drucks von Bremserstaaten befürchtet wurde, die sich um Japan mit seinem schwachen Vorschlag scharten. Wäre es nach ihnen gegangen hätte das Ziel einer verminderten Plastikproduktion keine Chance gehabt. Aber nur damit kann das Problem an der Wurzel gepackt werden.

Allerdings: Die Arbeit fängt nun erst an. Wenn es gut geht, ist das Abkommen Ende 2024 fertig. Und dann muss es umgesetzt werden. Das Beispiel der Weltklimakonvention und des Paris-Vertrages zeigt, wie unglaublich geduldig Papier sein kann. Alleine darauf darf man sich nicht verlassen. Die Kreislaufwirtschaft mit ungiftigem Plastik kommt nur, wenn vom Einzelnen bis zu den UN alle Ebenen mitmachen.

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