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Eigene Welt? Fifa-Präsident Sepp Blatter bei einem WM-Vorrundenspiel.
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Eigene Welt? Fifa-Präsident Sepp Blatter bei einem WM-Vorrundenspiel.

Online-Petition gegen Fifa

Aufstand eines Fußball-Fans

  • Nadja Erb
    VonNadja Erb
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Der Kölner Student Jan Pablo Rudolph hat der „Fifa-Mafia“ den Kampf angesagt: Der 25-Jährige will mit der Online-Petition „Meine GEZ-Gebühr nicht an die Fifa-Mafia“ über den Umweg der deutschen Sender-Intendanten Druck auf Blatter & Co. auszuüben.

Jan Pablo Rudolph liebt Fußball. Er spielt selbst seit seiner Kindheit, er geht ab und an zum 1. FC Köln und er schaut die Weltmeisterschaft, zumal er als Deutsch-Brasilianer gleich zwei Eisen im Feuer hat. „Fußball ist ein begeisternder Sport“, sagt der 25-Jährige, „der Völker verbindet.“ Die Liebe zu diesem Sport will sich der Student aus Köln nicht kaputtmachen lassen durch einen Weltverband, „der Menschenrechte missachtet und in Bestechungsskandale verwickelt ist“. Die Berichte über die katastrophalen Zustände auf den WM-Baustellen in Katar mit vielen Todesopfern haben ihn geschockt und aufgerüttelt. „Ich sehe mich als Fan mit in der Verantwortung, etwas dagegen zu tun.“

Wenig Erfolg beim DFB

Der Student der Sozialwissenschaften hat lange überlegt, welche Möglichkeiten er als Einzelner überhaupt hat. Zunächst wandte er sich an direkt an den DFB – mit mäßigem Erfolg. Dann brachten ihn Berichte über die verhandelten Fernseh-Übertragungsrechte auf die Idee: Er startete die Online-Petition „Meine GEZ-Gebühr nicht an die Fifa-Mafia“ – pünktlich zum Auftakt der WM in Brasilien.

Eine intelligenter Schachzug, schließlich geht es Rudolph nach eigenem Bekunden vor allem darum, die öffentliche Diskussion über die Missstände im Weltfußballverband zu befeuern und über den Umweg der deutschen Sender-Intendanten Druck auf Blatter & Co. auszuüben. Wer wie die öffentlich-rechtlichen Sender dreistellige Millionen-Beträge an die Fifa zahle, müsse seinen Einfluss geltend machen, damit mit den „GEZ-Gebühren der Bürgerinnen und Bürger keine undemokratischen und blutigen Spiele finanziert werden“, findet Jan Pablo Rudolph.

Ihm schwebt eine Art Nachhaltigkeitsklausel für die Fußballfunktionäre vor. Die sollte die Wahrung der Menschenrechte beinhalten, die Einhaltung von Mindeststandards für alle WM-Arbeiter sowie die Einhaltung ökologischer Standards bei WM-Neubauten. Darüber hinaus sollten Fifa-Sondergesetze wie Streikverbote rund um Stadien oder Steuerbefreiungen unmöglich sein.

Rudolph hofft, dass die negativen Schlagzeilen rund um die Fifa auch Sponsoren nachdenklich stimmen – und die aus Angst vor schlechtem Image ihrerseits Druck machen. Dazu will er mit seiner Petition beitragen – nicht nur so lange die ganze Welt auf Brasilien schaut.

Der Aufruf findet sich im Internet unter: www.change.org/de/Petitionen/fifamafia

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