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CDU: Fahle AfD-Kopie, erzkonservative Renaissance oder eine Partei, die Demokratie ernst nimmt?

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Von: Peter Rutkowski

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„Das Land braucht eine CDU gegen Diskriminierung und Rassismus
„Das Land braucht eine CDU gegen Diskriminierung und Rassismus“ © Friso Gentsch/dpa

Ein Schlagabtausch zwischen CDU-Mitgliedern zeigt, dass auch Konservative in der Lage sind, gegen rechts außen aufzustehen. Karin Prien hat das in der Show von Markus Lanz vorgeführt. Ein Kommentar.

Hamburg/Altona – Talkshows wurden lange als mediale Stürme in irrelevanten Wassergläsern abgetan. Ist lange vorbei. Hart recherchierter Journalismus hat zumindest im TV weitgehend ausgedient. Journalistische Qualität sichern nun nur noch einige recht wenige Talkhosts (früher „Talkmaster“). Die brauchen aber trotzdem gut vermarktbare Politzitate, wollen sie auf Sendung bleiben. Und in der Politik weiß man: Bloß rumlabern und rumdrucksen kostet im Zweifel die Karriere.

Am Dienstagabend erlebte man den Karrierekampf zwischen der bei Markus Lanz (ZDF) anwesenden Karin Prien und dem abwesenden Hans-Georg Maaßen. Prien fertigte den Rechtsaußen klug und gewitzt ab als einen, der sich offenbar in die CDU verirrt hat. Der retournierte dann später im Wasserglas-Erhitzer „Bild“ und forderte Priens Rauswurf, weil sie der CDU schade.

Bundestagswahl 2021: Das Land braucht eine CDU gegen Diskriminierung und Rassismus

Welcher CDU aber? Der fahlen AfD-Kopie von Maaßen definitiv. Der halbgaren erzkonservativen Renaissance eines Armin Laschet sicherlich. Aber einer Partei, die Demokratie ernst nimmt, sie vorlebt, sie verteidigt? Der nutzt Prien aufs Vornehmste. Und nicht nur sie: Frankfurts Ex-Kämmerer Uwe Becker von der CDU wies am Mittwoch beherzt einen migrations- und islamfeindlichen Stadtverordneten zurecht. So eine CDU braucht dieses Land. (Peter Rutkowski)

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