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Irakische Soldaten auf der Suchen nach Waffen und gesuchten Personen.

Bundeswehr im Irak

Aufbau geht anders

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Die geplante ausgedehnte Mission der Bundesregierung im Zweistromland wird den dortigen Problemen nicht gerecht. Ein Kommentar.

Davon kann man nicht überzeugt sein. Die Bundesregierung will nach dem Ende des Kampfes gegen den „Islamischen Staat“ die Mission der Bundeswehr im Irak vom Norden auf das ganze Land ausdehnen, ohne zu sagen, wie viele Soldaten die irakischen Streitkräfte ausbilden sollen, ohne zu sagen, wie die Zusammenarbeit mit den Kurden aussehen soll.

Und ohne zu sagen, wie die Konflikte zwischen der Zentralregierung in Bagdad und der kurdischen Regierung in Erbil beigelegt werden sollen. Das hört sich eher nach einem Himmelfahrtskommando an als nach einem durchdachten Plan.

Erkennbar ist der Wille, einem Land zu helfen, das darniederliegt nach dem verlustreichen Kampf gegen den IS. Doch wirklich helfen würde Schwarz-Rot, wenn sie sich beim Aufbau der zerstörten Städte engagieren würde.

Doch eine Geberkonferenz hat dafür nicht genügend Geld sammeln können, weil in den Jahren zuvor zu viel Hilfsmittel auf Konten von Politikern landeten. Auf all diese Probleme gibt die große Koalition mit ihrer neuen Irak-Mission keine angemessene Antwort.

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