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Julian Assange hat viele Unterstützer.

Wikileaks-Gründer

Assange unterstützen? Er ist umstritten, aber kein Krimineller

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Ob und wie man Julian Assange beistehen soll, hängt davon ab, ob man in als Whistleblower, Spion oder Handlanger rechter Regime sieht. Ein Kommentar.

Wie und ob man Julian Assange beistehen und ihm etwa Asyl gewähren soll, hängt von der Antwort auf die Frage ab, ob man in ihm einen Whistleblower, einen Spion oder einen Handlanger rechter Regime sieht. Fest steht, dass der 47-Jährige Regeln gebrochen hat, um Informationen zu veröffentlichen, die in mehr als einem Fall für mehr Transparenz gesorgt und auf Missstände hingewiesen haben.

Ohne seine Enthüllungen über die Vergehen des US-Militärs im Irak und in Afghanistan wäre über Kriegsverbrechen und Folter vieles nicht bekannt geworden. Dies machte ihn für viele zu einem Helden. Manche von ihnen kritisierten ihn dann als russischen Handlanger, als er E-Mails von Hillary Clinton veröffentlichte. Doch für einen Whistleblower wie Assange ist meist nicht entscheidend, welche Folgen seine Veröffentlichungen haben.

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Eindeutiges Urteil fällt bei Assange schwer

Ein eindeutiges Urteil fällt bei Assange auch schwer, weil er wohl ein Selbstdarsteller mit autoritärem Führungsverhalten ist und sich den Vorwürfen einer möglichen Vergewaltigung entzogen hat. Doch all dies macht aus ihm vielleicht einen unsympathischen Menschen, aber noch lange keinen Kriminellen. Wer also Whistleblower schützen will, weil sie uns über wichtige Dinge informieren, sollte Assange unterstützen.

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