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Musliminnen in Sri Lanka gedenken der Terroropfer.

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Warum jetzt Sri Lanka?

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Solange sich niemand zu den Attentaten auf Sri Lanka bekennt, bleiben viele Fragen unbeantwortet. Der Kommentar.

Nach dem Schock über die Anschläge mit den vielen Toten und Verletzten kommen die Fragen. Warum jetzt Sri Lanka? Haben Dschihadisten von der Insel mit oder ohne ausländische Unterstützung diese blutigen Attentate geplant und durchgeführt? Solange die Drahtzieher sich nicht bekennen und ihre Motive offenbaren, solange wird spekuliert. Auch das hat Methode. Unsicherheit schürt Ängste und provoziert Racheakte, beides destabilisiert.

Im Südosten Asiens gibt es vergleichbare Fälle. Lokale Kräfte haben meist nicht genügend Ressourcen, um derart komplexe Operationen durchzuführen. Meist besorgen Helfer im Hintergrund die fehlenden Mittel. Dabei geraten diese Drahtzieher häufig in den Vordergrund. Das führt oft zu Fehlurteilen. Die Ursachen für den Unmut sind meist soziale oder politische Gründe vor Ort. 

Über diese wird dann meist nicht diskutiert, sie werden schon gar nicht angegangen. Unbegründet sind aber Ängste, eine radikalislamistische Organisation könnte in Südostasien ein Kalifat errichten, ähnlich wie es dem „ Islamischen Staat“ in Syrien und im Irak zeitweise gelungen ist. Dafür sind die lokalen Terroreinheiten weder stark genug, noch sind die betroffenen Staaten wie die Philippinen und wohl jetzt auch Sri Lanka so schwach.  

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