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Anmutung von Frische

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Von: Markus Decker

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Noch ist nicht ausgemacht, dass die rot-grün-gelbe Ampel auf Grün springt. Es wäre eine Regierung neuen Typs. Das Bild von  Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Christian Lindner entstand im Juni 2021.
Noch ist nicht ausgemacht, dass die rot-grün-gelbe Ampel auf Grün springt. Es wäre eine Regierung neuen Typs. Das Bild von Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Christian Lindner entstand im Juni 2021. © Kay Nietfeld/dpa

Es ist richtig, wenn die Wahlgewinner von SPD, Grünen und FDP eine Ampelkoalition vorbereiten und die CDU nach dem Wahldebakel außen vor bleibt. Der Kommentar.

Zehn Tage nach der Wahl und zügiger als erwartet haben FDP und Grüne die Weichen für eine neue Bundesregierung gestellt. Sie wollen gemeinsam mit der SPD eine Ampelkoalition sondieren. Damit ist keineswegs sicher, aber sehr viel wahrscheinlicher geworden, dass die rot-grün-gelbe Ampel auf Grün springt. Es wäre eine Regierung neuen Typs.

Einerseits ist die Entwicklung nur logisch. CDU und CSU haben die Wahl mit einem schwachen Kandidaten Armin Laschet verloren und das Kanzleramt nicht verdient. SPD, Grüne und FDP haben sie gewonnen. Dabei verbreitet die Kooperation der einstigen Gegner FDP und Grüne jene Anmutung von Frische, die der Republik guttut.

Wenn die Union sich weiter so aufführt wie zuletzt, dann kann die FDP auf Dauer sogar die führende Kraft des bürgerlichen Lagers werden. Die Grünen hingegen müssten akzeptieren, dass die SPD einstweilen Spitze im Mitte-links-Spektrum bleibt.

Für die Bürgerinnen und Bürger ist etwas anderes wichtig, nämlich die Frage: Was ist in der Sache das Beste für unser Land? Die Suche nach Antworten kann nun beginnen. v

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