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Ist die Smartphone-Nutzung gefährlich?

Smartphone-Nutzung

Angst ist ein schlechter Motivator

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Eine Studie will herausgefunden haben, dass übermäßiger Medienkonsum gesundheitsschädlich für Kinder ist. Statt Ängste zu schüren, wären Tipps für Eltern hilfreicher. Ein Kommentar.

Es ist ärgerlich, wenn die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) vor übermäßigem Medienkonsum warnt und dies mit einigen Horrorzahlen unterlegt. Zum einen ist nichts im Leben gesund, wenn man es nicht richtig dosiert. Zum anderen ist Angst ein schlechter Motivator. Einige Ergebnisse der Studie irritieren gar.

Komplexe Krankheitsursachen wie Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys oder Hyperaktivität und Aggressivität bei Kinder- und Jugendlichen allein mit dem übermäßigen Medienkonsum zu erklären, ist schlicht falsch. Dabei geht es nicht darum, die möglichen negativen Folgen dieses Fehlverhaltens schön zu reden.

Aber erst nach einer genauen Diagnose lässt sich Therapie bestimmen. Bei Medienkonsum raten Marlene Mortler und die Macher der Studie Eltern, Kindern erst im Alter von zwölf Jahren zu erlaben, Smartphones zu nutzen. Das kommt viel zu spät. Fast jedes zweite siebenjährige Kind nutzt bereits diese Geräte. Hilfreicher als Verbote und schockierende Zahlen sind ohnehin Hinweise und Tipps für Eltern und Kinder, die dazu führen, dass sie die Medien kompetent nutzen. Das ist eigentlich eine Binse. Warum die Politikerin dies unberücksichtigt ließ, bleibt ihr Geheimnis.

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