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Ankunft eines Sonderzuges, der Flüchtlinge von der bayerisch-österreichischen Grenze bei Freilassing transportiert, in Mannheim.
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Ankunft eines Sonderzuges, der Flüchtlinge von der bayerisch-österreichischen Grenze bei Freilassing transportiert, in Mannheim.

Flüchtlinge

Angst und Integration

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Es ist nicht immer einfach mit der Zuwanderung. Das muss die Politik den Menschen auch sagen. Doch die Ausführungen einzelner Politiker tragen vor allem dazu bei, bei manchen Menschen die pauschale Abwehr gegen Zuwanderer im Allgemeinen zu bestärken. Ein Kommentar.

Als Julia Klöckner am Dienstag zu Flucht und Integration befragt wurde, wechselte sie kurz das Thema: Plötzlich ging es um Imame, die der CDU-Vizevorsitzenden nicht die Hand geben, nur weil sie eine Frau ist. Die Interviewerin des Deutschlandfunks musste darauf hinweisen, dass man sich zum Gespräch über Flüchtlinge verabredet habe.

Julia Klöckner hat recht, wenn sie frauenfeindliches Verhalten unter einem Teil der Muslime geißelt. Aber vor allem tragen solche Hinweise in diesem Zusammenhang dazu bei, die pauschale Abwehr mancher Zeitgenossen gegen Zuwanderer im Allgemeinen noch zu bestärken. Die ebenfalls fragwürdigen Ausführungen des Bundespräsidenten über all die Schwierigkeiten mit der Migration wirken dagegen fast schon harmlos.

Ja, Politik muss den Leuten sagen, dass es nicht einfach ist mit der Zuwanderung. Und ja, gegen Gewalt in Flüchtlingsheimen muss vorgegangen werden. Aber Polizei, wie jetzt in Suhl, genügt nicht, und Asyleinschränkungen wie die Ausrufung „sicherer Herkunftsstaaten“ helfen schon gar nicht. Wer dann auch noch so tut, als ließen sich Wutausbrüche in beengten Verhältnissen durch Trennung nach Religionszugehörigkeit verhindern, sollte sich besser um Unterkünfte und Integrationskurse kümmern.

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