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Poggenburg 2015 mit dem Gesinnungsgenossen Björn Höcke.
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Poggenburg 2015 mit dem Gesinnungsgenossen Björn Höcke.

AfD-Leaks

Angst und Hass

Die Menschen- und Demokratiefeindlichkeit, die sich in Sachsen-Anhalts AfD offenbart, hat mit konservativem Denken nichts zu tun. Ein Kommentar.

Von Kai Gauselmann

Nirgendwo in Deutschland war die AfD so erfolgreich wie in Sachsen-Anhalt. 24,3 Prozent der Wähler stimmten im März 2016 für Kandidaten, die bis dahin fast niemand kannte. Bis heute fragt sich mancher, was das eigentlich für eine Partei ist, die in Magdeburg aus dem Stand zweistärkste Landtagsfraktion wurde. Nach der Veröffentlichung der parteiinternen Kommunikation kann sich die Antwort jeder selbst geben: Die Wesenszüge der AfD sind Angst und Hass.

Es ist die Angst, in einer sich wandelnden Welt nicht mehr zurechtzukommen, die eigene Heimat zu verlieren. Der Hass richtet sich gegen alle, die Veränderungen bringen, Migranten vor allem - und Politiker, die die vermeintlich drohende Übernahme Deutschlands nicht sehen wollen.

In den internen Foren der AfD wird gehämt, gehetzt, verleumdet. Die jetzt offenliegenden Protokolle zerfetzen das Bild, das Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg von seinem angeblich „nationalkonservativen“ Verband zeichnet. Die Menschen- und Demokratiefeindlichkeit, die sich hier offenbar, hat mit konservativem Denken nichts zu tun.

Viele alte AfD-Mitglieder beklagen einen Rechtsruck und haben ihre Partei verlassen. Poggenburg indes will von einer Radikalisierung nichts wissen. Die Fakten sprechen gegen ihn. Vor zwei Jahren flog ein AfD-Funktionär aus der Partei, der Gegner „an die Wand“ stellen wollte. Heute kümmert es niemanden, wenn unter den Augen des Landesvorsitzenden über die Notwendigkeit einer Bewaffnung palavert wird. Er sei ja nicht der Betreiber des Chats, rechtfertigt sich Poggenburg. Das ist das Problem: Es scheint niemanden mehr zu geben, der den Landesverband auf demokratische Standards verpflichtet.

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