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Im Golf von Oman geriet der Öltanker „Front Altair“ der norwegischen Reederei Frontline nach einem Angriff in Brand.

Angriffe auf Tanker

Angriffe auf Öltanker im Golf von Oman: Politik der Entspannung nötig

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Nach den Zwischenfällen im Golf von Oman bemühen sich zwar fast alle, ruhig zu bleiben, doch die Sorge vor einer Eskalation wächst.

Die gute Nachricht bei den Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman unweit der iranischen Küste ist, dass sich fast alle bemühen, ruhig zu bleiben. Briten und Iraner etwa wollen die Zwischenfälle erst untersuchen.

Trotzdem schüren die Bilder eines brennenden Schiffes die Ängste vor einer weiteren militärischen Konfrontation im Nahen Osten. Schließlich hatten vor vier Wochen die Vereinigten Arabischen Emirate Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe gemeldet, kurz nachdem die USA ihre Militärpräsenz in der Golfregion verstärkt hatten, um im Streit mit Teheran über das Atomprogramm den Druck auf das Mullah-Regime zu erhöhen. Seither fürchten viele das Schlimmste. Ein Fehler eines US-Soldaten oder einer eines iranischen Gegenübers könnte genauso eine Gewaltspirale in Gang setzen wie ein Anschlag einer Terrororganisation.

Deshalb wäre eine Politik der Entspannung nötig. Aus Washington wird sie leider nicht kommen. US-Sicherheitsberater John Bolton behauptete ohne Beweise vorzulegen, für die Angriffe sei „fast sicher“ der Iran verantwortlich. 

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