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Alternative zur Überwachung

  • Alicia Lindhoff
    VonAlicia Lindhoff
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Eine Corona-App, die auf Bluetooth basiert, ist eine gute Idee. Wenn sie verantwortungsvoll entwickelt wird - und freiwillig bleibt.

Zugegeben: Wenn jemand vorschlägt, komplexe politische Probleme mit einer App zu lösen, dann ist das in der Regel keine gute Idee. Oft offenbart es Hilflosigkeit, Im schlechtesten Fall bringt es neue Probleme mit sich - Stichwort Datenschutz.

Trotzdem gibt es aktuell gute Gründe dafür, im Kampf gegen Covid-19 Hoffnungen in eine Corona-App zu setzen, die ihre Nutzer mithilfe von Bluetooth darüber informiert, wenn eine Person, der sie nahegekommen ist, sich infiziert hat. Nicht nur, weil wir alles, was die Lockerung von Kontaktsperren ermöglichen kann, ernsthaft in Erwägung ziehen sollten.

Sondern auch, weil selbst einige Aktivisten für Freiheitsrechte diese Variante der digitalen Virusbekämpfung befürworten - als „datensparsame“ Alternative zum viel ungenaueren Standorttracking, das der staatlichen Überwachung tatsächlich Tür und Tor öffnen könnte.

Sie sind überzeugt: Sinnvoll umgesetzt könnte der größte Teil der Datenverarbeitung lokal auf dem eigenen Gerät stattfinden - und würde nicht über zentrale Stellen gesteuert.

Vieles ist noch unklar, etwa wie hilfreich eine solche Corona-App wäre, wenn sie freiwillig bliebe - was essenziell ist. Fest steht aber: Es ist kein Widerspruch, sich gegen die Ausbeutung der eigenen Daten durch Staaten oder Konzerne zu wehren - und trotzdem die Nutzung von Daten da zu befürworten, wo sie gesellschaftlichen Mehrwert bietet.

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