Syrien

Mit allen Mitteln

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Das Assad-Regime hat sich nicht nur mit Angriffen auf Krankenhäuser und Schulen internationale isoliert, was Damaskus beim Wiederaufbau des Landes teuer zu stehen kommt. Ein Kommentar.

Es ist nicht neu, dass syrische und verbündete russische Truppen gezielt Krankenhäuser und Schulen angegriffen haben. Erschreckend ist der Bericht von Amnesty International über derartige Kriegsverbrechen dennoch. Es zeigt nicht nur, wie rücksichtslos das Assad-Regime gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, sondern auch, dass Damaskus nicht daran interessiert ist, den blutigen Konflikt mit politischen Mitteln nach neun Jahren beizulegen, obwohl Assad und seine Unterstützer aus dem Iran und Russland kurz vor dem militärischen Sieg stehen.

Das wird noch deutlicher, wenn man sich anschaut, wie Assad und die Seinen ihre Herrschaft in den zurückeroberten Gebieten etablieren und festigen. Sie entscheiden beispielsweise, wer von internationaler Hilfe profitiert, sie ermöglichen alten und neuen Eliten lukrative Investitionen, um deren Loyalität zu bekommen.

Baschar al-Assad hat sein Land mit diesem Vorgehen zusehend isoliert. Selbst die Putin-Regierung hat den syrischen Herrscher mehrfach gerügt, ohne dass er eingelenkt hätte. Das Resultat ist nicht nur ein fast vollständig zerstörtes Land. Assad fehlen zusätzlich sowohl das Geld für den mehrere hundert Milliarden Euro teuren Wiederaufbau wie auch potente Unterstützer.

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