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Geht es den Hartz IV-Beziehern besser, wenn das BIP steigt? Natürlich nicht.
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Geht es den Hartz IV-Beziehern besser, wenn das BIP steigt? Natürlich nicht.

Kommentar

BIP allein macht nicht selig

  • Markus Sievers
    VonMarkus Sievers
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Sinnvoll wäre, sich bewusst zu machen, was das Bruttoinlandsprodukt anzeigt und was nicht.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Regierungsprognose 2013 um 0,4 Prozent wachsen. Geht es damit hierzulande den Millionären, den Alleinerziehenden und den Hartz IV-Beziehern im Schnitt um 0,4 Prozent besser? Natürlich nicht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt an, wie die am Markt produzierten Leistungen gewachsen sind. Die Wohlfahrt, das Glück kann diese statische Kennziffer nicht anzeigen.

Viele wirtschaftspolitische Debatten erwecken allerdings einen anderen Eindruck, so als führe ein BIP-Wachstum automatisch zur Seligkeit. Das Unbehagen an dieser Fixierung trieb die Abgeordneten des Bundestages wie viele andere an, nach einem breiteren Wohlfahrtsmaßstab zu fahnden. Diese Suche zeigt aber, dass die Kritik an der Praxis das eine ist. Etwas anderes ist es, eine überzeugende Alternative zu finden. Zehn Indikatoren schlägt die Kommission vor, um das Leben umfassender abzubilden. Schon diese Masse zeigt, dass dies nicht weiterhelfen kann. Wer will so viele unterschiedliche Größen im Blick behalten?

Sinnvoll wäre, sich bewusst zu machen, was das Bruttoinlandsprodukt anzeigt und was nicht. Es lässt den materiellen Wohlstand erkennen, blendet aber die Verteilung, die Ökologie, die Freizeitmöglichkeiten und vieles anderes aus. Dies muss wissen, wer über das BIP redet. Es ist nicht mehr als eine Krücke. Immerhin ist es das, ein sinnvolles Hilfsmittel.

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