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Die FAZ bewegt sich mit der Einladung von Alexander Gauland (AfD) zu ihrem Jubiläum weit nach rechts. 

Kommentar zu Jubiläums-Einladung

Die FAZ sollte nicht mit Demokratie-Gegnern wie Gauland feiern

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Die FAZ bewegt sich mit der Einladung von Alexander Gauland zu weit nach rechts. Ein Kommentar. 

Deutschlands führendes konservatives Blatt ist 70 geworden. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ begann ihre Karriere, indem sie auf ganz alte Lesegewohnheiten der Deutschen setzte: Frakturschrift, ziemlich rechte Meinungen und keine Fotos auf dem Titel – Bilder waren nur was für den Boulevard. 

Seit 1949 hat sich bei der „FAZ“ einiges geändert, nicht wenig zum besseren (Bilder auf Seite 1!), aber wie weit man nach rechts auslegt, ist wohl ab und an noch offen.

AfD-Chef Alexander Gauland: Einem Faschisten die Stange gehalten

Vergangene Woche ging’s ganz weit nach rechts. Da lud der Jubilar ins Berliner Edellokal Borchardt – Alexander Gauland mittenmang. Nun hat der AfD-Chef mal die „Märkische Allgemeine“ herausgegeben, als die der „FAZ“ gehörte. Und er war als Strippenzieher von Frankfurts CDU redaktionell gut vernetzt. 

Das mit der CDU ist aber seit 2013 vorbei. Just hat Gauland dem Faschisten Björn Höcke die Stange gehalten.

Nun kann die „FAZ“ einladen, wen sie will. Und sie kann so rechts sein, wie es gut und sinnvoll für die Pluralität dieser Republik ist. Sie kann aber nicht mit Leuten feiern, die die Demokratie abschaffen wollen.

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