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Alarm soll beruhigen

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Von: Stefan Winter

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Elon Musk
Alles ist kalkuliert: Elon Musk. © Patrick Pleul/dpa

Tesla-Chef Elon Musk hat mit drastischen Worten über den Zustand seiner Autoschmiede dem Kapitalmarkt signalisiert, sich um die Probleme kümmern zu wollen.

Wenn Musk vor laufender Kamera von „Alptraum“, „Bankrott“ und „brennendem Geld“ redet, dann sind viele hingerissen, weil er so ehrlich, spontan und impulsiv ist - aber sicher nicht ohne Kalkül. Ob die Produktionsprobleme aktuell wirklich sein größtes Problem sind, weiß nur Musk allein. Größer als bei anderen Autoherstellern ist es wahrscheinlich nicht.

Für alle Welt messbar ist dagegen ein anderes Problem des Multiunternehmers: Der Kurs der Tesla-Aktie ist dramatisch abgerutscht – um 40 Prozent in nicht einmal zwei Monaten. Dass er zuvor astronomische Höhen erreicht hatte, tröstet die Anleger nicht, es macht das verlorene Vermögen nur größer. Und bei aller Faszination für Musk darf man nicht vergessen: Ohne die tiefen Taschen der Finanzinvestoren wäre er nicht so weit gekommen.

Doch zuletzt war es ausgerechnet die vermeintliche Lichtgestalt an der Spitze, die den Markt nervös machte. Musk verplante etwa seine privaten Tesla-Aktien für den Kauf der Plattform Twitter. Der hyperaktive Chef musste zeigen, dass er einen Fokus hat – und zwar auf Tesla. Sein Alarm soll vor allem den Kapitalmarkt beruhigen und sagen: Ja, Leute – ich bin an Deck.

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