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Annegret Kramp-Karrenbauer setzt sich ab.

CDU

AKK sucht den Kurs

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Die neue CDU-Chefin könnte ihre Partei mit dem Rechtskurs ins Abseits führen. Ein Kommentar.

All jene, die meinten, mit Annegret Kramp-Karrenbauer sei eine zweite Angela Merkel zur CDU-Chefin gewählt worden, dürften eines Besseren belehrt worden sein. „AKK“ setzt sich ab. Offen ist, ob ihre Absetzbewegungen die CDU zum Ziel führen – in die Nähe der 40-Prozent-Marke. Oder doch eher ins Abseits.

Mit ihrer Ansage, Grenzschließungen seien als „Ultima Ratio“ möglich, oder der Witzelei auf Kosten von Minderheiten hat sich die Saarländerin rechts von Merkel verortet. Diese Versöhnungsangebote haben die Konservativen und Wirtschaftsliberalen in der Union angenommen. So verhinderte sie nach ihrer knappen Wahl zur CDU-Chefin eine Spaltung ihrer Partei und überwand das Zerwürfnis mit der CSU.

Dafür nahm sie in Kauf, liberale Christdemokraten zu verprellen – ausgerechnet jene, die sie im Wettstreit mit Friedrich Merz sehr unterstützten. Deren Gesprächskreis„Union der Mitte“ sendete bei einem Treffen eine klare Botschaft: nicht übertreiben.

Merkel orientierte sich an der Mehrheit in der Bevölkerung, nicht an der Mehrheit in der Partei. Will sich AKK Machtoptionen offenhalten, sollte sie nicht den umgekehrten Fehler begehen. Was manch einen in der Partei zufriedenstellt, verheißt noch lange keine Mehrheiten bei Wahlen. 

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