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Wer wird der Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer? Keine Frau. 

Kommentar

AKK-Nachfolge: Die CDU-Männer machen es unter sich aus

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Bei den Christdemokraten sind lediglich Männer als mögliche Parteichefs im Gespräch, weil die Partei sich zu lange nicht um eine paritätische Besetzung gekümmert hat. Der Kommentar.

Vier Männer sollen es also unter sich ausmachen, wer künftig die nach Anhängern noch immer größte Partei Deutschlands führt – und womöglich auch die nächste Bundesregierung. 

Dass in diesem Zusammenhang kein Frauenname genannt wird, dass innerhalb der Partei noch nicht einmal die Frage gestellt wird, ob ein reines Männertableau noch zeitgemäß ist, das finden öffentlich allenfalls ein paar versprengte Kommunalpolitikerinnen aus der Jungen Union ein bisschen seltsam. 

Keine Frau im Wettstreit um den CDU-Vorsitz

Wo sind die Frauen – und Männer – in der CDU, die es als Armutszeugnis für eine selbst ernannte Volkspartei sehen, wenn sie keine einzige Frau für den Wettstreit der politischen Visionen und Parteiprofilierung aufbieten kann? Denn genau das ist es.

Dass die CDU 20 Jahre von einer Frau geführt wurde, hat außerhalb der Partei kaum jemanden darüber hinweggetäuscht, dass Parität für viele Konservative bis heute ein Fremdwort ist. Aber innerhalb der Union wurde es offensichtlich viel zu lange als Deckmantel dafür benutzt, dass sie dringend nötige Strukturreformen für mehr Partizipation aller völlig verpennt hat. 

Parität für CDU ein Fremdwort

Andere Parteien sind da inzwischen viel weiter. Womöglich bekommt Deutschland demnächst wieder eine Kanzlerin. Aber die ist dann garantiert nicht aus der CDU.

Lesen Sie hier alles über die Entwicklungen rund um den neuen CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur im FR-Ticker. Der Wechsel an der Spitze der CDU könnte schneller vollzogen werden als zunächst erwartet. Ein vorgezogener Parteitag noch vor der Sommerpause ist im Gespräch.  

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