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Der AfD-Politiker Droese scheint einen Hang für AH zu haben.
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Der AfD-Politiker Droese scheint einen Hang für AH zu haben.

Siegbert Droese

Der AfD-Mann und die Wolfsschanze

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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AfD-Bundestagsabgeordneter Siegbert Droese lässt sich mit der rechten Hand am Herzen vor dem Führerbunker ablichten. Fragt noch einer, wie rechts die AfD ist? Kommentar.

Geht es um eine politische Selbstverortung für die Öffentlichkeit, kommunizieren sich die Politiker*innen der AfD gerne als konservative Patrioten. Dass das eine skandalöse Verharmlosung ist, demonstrieren nicht nur regelmäßig die Herren Alexander Gauland und Björn Höcke in Wort und Schrift. Auch AfD-Fraktionschefin Alice Weidel darf immer wieder ihren rassistischen Habitus ausleben wie jüngst im Öffentlich-Rechtlichen bei Anne Will, als sie Flüchtlinge im Kollektiv als „messerstechende Migranten“ verteufelte.

Mit seiner Gesinnung noch weniger hinter dem Berg halten kann der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese aus Leipzig. Er selbst bezeichnet sich als „national-liberal“, andere zählen ihn zum völkischen Flügel um Höcke und ergo als stramm rechts. Er dürfte mittlerweile noch mehr Schwierigkeiten haben, diese Außenwahrnehmung zu verschleiern.

War er bereits 2016 in die Schlagzeilen geraten, weil ein Auto seines Fuhrparks das Leipziger Kennzeichen „AH 1818“ trug – ein rechtsextremer Code: AH steht ebenso wie 18 für Adolf Hitler –, hat er seine Zuneigung erneut bekundet. Mit geschwellter Brust ließ sich Droese „An Hitlers Wolfsschanze“, dem einstigen Führerhauptquartier im heutigen Polen, ablichten. Die rechte Hand auf dem Herzen, indem er für den Führer ein Plätzchen reserviert haben dürfte.  Eine Parteifreundin hatte das Bild auf Facebook gepostet.

Rechtsextreme Ecke

So sind sie also, unsere demokratisch gewählten AfD-Bundestagsabgeordneten, die angeblich nicht in die rechtsextreme Ecke gehörten, nur weil sie die „Merkelsche Flüchtlingspolitik“ kritisieren. Dass sie jedoch genau dort zu verorten sind, dürfte mittlerweile angekommen sein, auch wenn nicht alle ihre Gesinnung so ungeniert nach außen tragen wie Siegbert Droese. 

„National oder Rechts muss nicht zwingend so verachtend und hämisch sein wie Droese“, jammert seine Parteifreundin auf Facebook, doch auch sie sollte zur Kenntnis nehmen, dass national und rechts ist, was sie nicht wahrhaben will: ausgrenzend und menschenverachtend.

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