Radikalisierung

AfD immer extremer

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Die AfD kann und will Björn Höckes rechtsextremen „Flügel“ nicht aufhalten und wird immer brauner.

Der Co-Vorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, hat sich seine letzte Wiederwahl nur durch Anbiederung an Björn Höcke und den rechtsnationalen „Flügel“ sichern können. Jetzt muss auch Meuthen feststellen: Höcke und seine Anhänger lassen sich nicht einhegen. Sie geben sich nicht zufrieden, wenn sie in der Partei nicht ungehindert ihre noch so extremen Ziele verfolgen dürfen.

Sein eigener Kreisverband wählt Meuthen nicht mal mehr zum Delegierten. Das ist zwar erst mal nur ein lokales Ergebnis. Doch es zeigt, wie wenig Autorität der Co-Vorsitzende an der Seite von Alexander Gauland in der Partei hat. Die Sache ist für Meuthen mehr als nur peinlich. Eine Spaltung der Partei? Das gab es schon in der Vergangenheit und ist auch für die Zukunft nicht auszuschließen. Das ist aber gar nicht der springende Punkt.

Entscheidend ist: Es gibt keinen Hinweis darauf, wie der Prozess der immer weiteren Radikalisierung der AfD aufzuhalten sein sollte – und zwar ganz egal, welche Vorsitzenden die AfD künftig führen. Der „Flügel“ gibt in der AfD den Ton an – auch ohne dass Höcke bislang ein Vorstandsamt hätte. Mancher hatte gehofft, der Einzug in den Bundestag werde die gemäßigten Kräfte in der Partei stärken. Doch in Wirklichkeit rückt die AfD nur immer weiter nach rechts.  

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