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Fliegt auch mal mit dem Helikopter: ADAC-Präsident Peter Meyer.
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Fliegt auch mal mit dem Helikopter: ADAC-Präsident Peter Meyer.

Peter Meyer ADAC

ADAC-Präsident ohne Bodenhaftung

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Erst manipulierte Teilnehmerzahlen, dann Hubschrauber-Flüge für den Präsidenten: Der ADAC gerät weiter in die Bredrouille. Der Umgang mit den Hubschrauberflügen zeigt, wie sehr es beim ADAC an Transparenz mangelt. Ein Kommentar.

Erst manipulierte Teilnehmerzahlen, dann Hubschrauber-Flüge für den Präsidenten: Der ADAC gerät weiter in die Bredrouille. Der Umgang mit den Hubschrauberflügen zeigt, wie sehr es beim ADAC an Transparenz mangelt. Ein Kommentar.

Wenn ein Skandal erst einmal Fahrt aufgenommen hat, finden sich bald neue Hinweise, die ihn am Leben halten. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) – durch manipulierte Teilnehmerzahlen bei der Wahl zum „gelben Engel“ schwer ins Schlingern geraten – kommt nun auch im Zusammenhang mit anderen Verkehrsmitteln in die Schieflage.

ADAC-Präsident Peter Meyer musste einräumen, die aus Spenden, Bundesmitteln und von den Krankenkassen finanzierten Rettungshubschrauber für Dienstreisen genutzt zu haben. In den vergangenen zehn Jahren soll dies weniger als 30-mal vorgekommen sein.

Bewusstsein der Unangreifbarkeit

Dreimal im Jahr also erlaubt sich ein Verbandsfunktionär den unbürokratischen Zugriff auf das für Noteinsätze zur Verfügung stehende Verkehrsmittel. Man ahnt, dass das im Arbeitsalltag zur Bewältigung komplizierter Dienstwege schon mal als Ultima Ratio durchgehen soll. Der ADAC verweist auf die Rechtmäßigkeit der Vorgänge und dass sie sich im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung bewegt haben.

An den auffällig gewordenen Flugbewegungen wird deutlich, wie sehr das Unternehmenskonglomerat seine Ziele über Jahrzehnte in einem Bewusstsein der Unangreifbarkeit verfolgt hat. Dabei ist ihm entgangen, wie stark das öffentliche Interesse an Transparenz geworden ist. Der Anflug auf diese Erkenntnis ist noch nicht abgeschlossen.

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