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Beim Abschuss des Fluges Malaysia Airlines MH17 über der Ostukraine im Jahr 2014 starben fast 300 Menschen.

Jahrestag

Abschuss der Boeing MH17: Eine Geste könnte so viel bewirken

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Zum Abschuss der malysischen Boing über der Ostukraine bleibt nur die Trauer über die Toten und Gedankenspiele, wie es besser werden könnte. Der Kommentar.

Zum Jahrestag des Abschusses der malaysischen Boeing MH17 mit einer Rakete aus russischen Armeebeständen über der Ostukraine sei ein optimistisches Gedankenspiel erlaubt: Was wäre, wenn sich die Kremlführung zu einer rechtlich nicht bindenden und gesichtswahrenden Entschuldigung für den versehentlichen Abschuss durchringen würde?

Eine Deeskalationsspirale würde in Gang gesetzt. Der Minsker Friedensprozess würde rasant an Fahrt gewinnen. Im Osten der Ukraine könnten die Waffen schweigen. Ein Ende der westlichen Russlandsanktionen wäre kaum mehr als eine Formsache, und sogar über den Status der Krim ließe sich reden.

Leider wird es dazu nicht kommen. Das Credo Putin’scher Außenpolitik lautet: Niemals Schwäche zeigen. Das ist seine Lektion aus dem Untergang der Sowjetunion. Sollte man also von westlicher Seite ein Zeichen des Entgegenkommens senden? Nein, auch das würde Putin nur als Schwäche interpretieren und erst recht auf Stärke setzen. Was in dieser Situation bleibt, ist allein das Gedenken an fast 300 tote Menschen. 

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