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Youtube-Nutzer verbringen mehrere Stunden pro Woche auf der Videoplattform.

10 Jahre Youtube

Wer Youtube nutzt

Exemplarisch hat die Frankfurter Rundschau vier Youtube-Nutzer zu ihren Gewohnheiten auf der Videoplattform befragt.

Seit sechs Jahren“

Anna Vogler (29), Integrationshelferin, Mainz:

Da ich ein großer Fußballfan bin, gucke ich auf YouTube hauptsächlich Videos von meinem Lieblingsverein 1. FC Kaiserslautern. Auf meinem eigenen Kanal „BadBadGirl“ lade ich auch selbstgemachte Filme hoch. Das mache ich bereits seit sechs Jahren. Inzwischen habe ich 45 Abonnenten und 50 Videos. Unter der Woche verbringe ich fünf bis zehn Stunden auf Youtube, um mir Clips aus dem Stadion, von Choreographien, Bengalos oder Feiern des FCK anzuschauen. Ich finde es toll, dass die Ausschnitte immer schon ein paar Stunden nach den Fußballspielen hochgeladen werden.

„Nicht als Hauptberuf“

Johanna Knop (15), Schülerin, Berlin :

Seit zweieinhalb Jahren gucke ich regelmäßig Videos und verfolge Beauty- und Fashion-Channels auf Youtube. Das ist für mich sehr praktisch, weil ich Maskenbildnerin werden will. Normalerweise verbringe ich fünf Stunden in der Woche damit, mir Tutorials zu Schminktechniken oder bestimmten Produkten anzusehen. Gerade ist es aber ein bisschen mehr, weil ich mir außerdem so die Serie „Türkisch für Anfänger“ ansehe. Ich denke darüber nach, selbst einen professionellen Channel zu machen, wenn ich 18 Jahre alt bin, aber nicht als Hauptberuf.

„Ein Phänomen“

Tim Riplinger (28), Medienpädagogik-Student, Mainz :

Ich habe mir von Youtube schon zeigen lassen, wie ich meine Krawatte richtig binde. Außerdem gucke ich Sport-Videos, Ausschnitte aus TV-Shows oder historische Reden. Als Medienpädagoge ist Youtube für mich ein interessantes Phänomen zur Beobachtung von Trends und im Bildungsbereich für Kinder und Jugendliche. Schüler zum Beispiel, die im Unterricht die Kurvendiskussion nicht verstanden haben, können sie sich im Internet erklären oder sogar vorrappen lassen. Auch wenn andere Videoplattformen – wie YouNow – kurzzeitig gehypt werden, hat Youtube sich eine gute Basis geschaffen und wird nicht an Bedeutung verlieren, denke ich.

„Vor allem Gameplays“

Tim Schäfer (13), Schüler, Frankfurt:

Ich beschäftige mich auf Youtube vor allem mit Gameplays, im Schnitt ungefähr 20 bis 30 Minuten pro Tag. Bei den Gameplays spielt jemand ein Computerspiel, zum Beispiel Minecraft, zeichnet das auf und kommentiert es. Für mich ist das sehr interessant, weil ich selbst gern Minecraft spiele. Manchmal schließen sich auch Youtuber für Minecraft-Projekte zusammen, dabei geht es dann um Modifikationen des Spiels. Das ist oft witzig, so ein bisschen comedy-mäßig. Ich habe mir jetzt auch einen eigenen Kanal eingerichtet („By SuperZwei“) und nehme zusammen mit einem Freund selbst Gameplays auf. Wir haben erst 23 Abonnenten, aber wir machen das ja noch nicht lange. Ohne Youtube würde mir jedenfalls schon etwas fehlen.

Aufgezeichnet von Hannah Weiner und Sabine Hamacher.

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