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„Ich bin nie an übergroßer Bescheidenheit eingegangen, aber auch nie an Selbstbegeisterung“, sagt Wolf Biermann.

Wolf Biermann

„Die Deutschen haben allen Grund, froh und glücklich zu sein“

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Wolf Biermann erzählt im Novellenband „Barbara“ von früher: Ein Gespräch über alte Freunde und alte Feinde, über Gejammer und über die nicht so hellen Kerzen auf der Geburtstagstorte.

Herr Biermann, in Ihrem neuen Buch „Barbara“ sagen Sie Ich und lassen Figuren vorkommen, die dem Hörer Ihrer Lieder und dem Leser Ihrer Memoiren bekannt vorkommen. Ist es autobiografisch?
Ja und nein. Bei meinen Memoiren hatte ich den sportlichen Ehrgeiz, alles korrekt zu beschreiben. Die Staatssicherheit war mir dabei eine Hilfe, denn die Genossen haben ja alles sehr ordentlich mitgeschrieben, alle Telefonate, alle Treffen. Und ich als mein kleiner Selfmade-Stasi habe auch alles festgehalten in meinen Tagebüchern. Meine Frau Pamela hat die Fakten überprüft, und wenn etwas nicht stimmte, entschied ich mich sofort und mit dem größten Vergnügen für die Wahrheit.

Das war bei „Warte nicht auf bessre Zeiten!“ Aber jetzt, bei „Barbara. Liebesnovellen und andere Raubtiergeschichten“?
Jetzt haben wir eine andere literarische Gattung. Meine Autobiografie ist ja nach Meinung mancher Leute ein Entwicklungsroman, der zeigt, wie ein Kommunistenkind in der Nazizeit geboren wird und überlebt… Eine Novelle ist nicht etwa nur kürzer, sondern enthält seit Boccaccios „Decamerone“, seit Kleist und Goethe eine „Unerhörte Begebenheit“.

Deshalb dürfen Sie wieder nicht abschweifen.
Ja, die Novelle hat fast die Struktur eines Dramas mit einer unerwarteten Pointe. Man könnte auch sagen, wie ein Witz, der gut erzählt wird. Ob die Dame lange Beine hatte oder kurze, ob sie Tänzerin war oder Verkäuferin, das ist dann nicht so wichtig. Unter uns: Meine Barbara, die auch im Titel vorkommt, ist in der Novelle eine Tänzerin der Staatsoper, aber das war sie nicht in echt.

So konnten Sie allerdings den Choreografen Jean Soubeyrand unterbringen, den Vater Ihres Ziehkindes Manuel.
Ich konnte vor allem, das geht Sie nichts an, aber ich erzähle es trotzdem, einen Gruß an meine Frau unterbringen. Ihre Mutter unterhält in Hamburg eine Ballettschule. Pamela hat sich seit ihrem vierten Lebensjahr an der Ballettstange auf das Leben mit mir vorbereitet. Naja, das ist grotesk übertrieben, aber wissen Sie, was man im Ballettunterricht lernt? Etwas, das so ein Larifari wie ich nicht gelernt hatte: Dass man eine bestimmte Bewegung mit der Hand oder dem Fuß ohne Übertreibung tausendmal üben muss, bis sie so aussieht, als wäre sie natürlich und die ungekünstelte Eleganz hat. Man lernt Konzentration und im wahren Sinne des Wortes „bei der Stange zu bleiben“.

Sind die Novellen so etwas wie Fußnoten zur Autobiografie?
Nein, es sind Geschichten über Menschen, die im Grunde interessanter sind als Wolf Biermann. Egal ob sie berühmt oder unbekannt sind. Sogenannte einfache Menschen, die sich beim näheren Hinsehen als gar nicht so einfach erweisen. Der galante Kohlen-Otto etwa oder die Krankenschwester Garance, die von der Staatssicherheit erpresst wird, als Hure in West-Berlin zu arbeiten.

Haben Sie überlegt, der titelgebenden Barbara eine Fortsetzung zu schenken? Die verschwindet einfach, aber ich hätte gern gewusst, wie ihre Geschichte weitergeht.
Aber das ist ja gerade der Witz der Novelle, dass sie nicht ausgemärt wird. Nehmen Sie zum Beispiel die Story über den Mann, der sich für Rembrandt hält oder die Geschichte über Manfred Krug, der ein Kabinettstück liefert, wie er einen strammen Volkspolizisten in den Wahnsinn trieb. Solche Novellen müssen stringent erzählt werden.

Wie es mit Manfred Krug weiterging, können Sie dann auf der Bühne erzählen, wenn Sie zur Leipziger Buchmesse mit Uschi Brüning auftreten. Die sang ja oft mit ihm zusammen.
Das wäre eine Idee. Uschi Brüning hat außerdem jetzt selbst ein Buch geschrieben, hoch interessant übrigens.

Es ist ihre Autobiografie.
Ja. Anfang der siebziger Jahre habe ich für sie ein Gedicht geschrieben, „Aufforderung zur Republikflucht“ heißt es, „Für die Sängerin F.“. Republikflucht, das bedeutete für DDR-Bürger Knast in Bautzen. F. nannte ich sie, weil ich Uschi Brüning nicht in die Pfanne hauen wollte. Ein provokantes politisches Gedicht. Aber es war zugleich auch ein Liebesgedicht in der Begeisterung über diese tolle Jazzsängerin. Ich kann Ihnen nicht sagen warum, aber ich habe das Gedicht der Uschi nie gezeigt. Vielleicht wollte ich sie auch vor mir schützen, nicht nur mit dem Buchstaben F. Ich habe dieses Gedicht damals veröffentlicht und auf Umwegen erfuhr sie davon dann doch.

Würden Sie mir die Widmung Ihres Buches erläutern?
Die Widmung ist die charmante Lüge mit einer Wahrheit. Da ich ja kein Anfänger bin, lüge ich nicht mit Lügen, sondern nur mit Wahrheiten. Das sind drei Zeilen: „Gedichte kann ich, Lieder auch. Aber ohne die Poesie mit Pamela“ – das ist die charmante Begeisterung des Ehemanns für seine Frau, mit der er seit 1983 lebt – und dann kommt die Wahrheit: „gelänge mir keine Prosa.“ Es ist Pamela, die dafür sorgt, dass ich nicht anfange, die Geschichten zu zerreden. Das ist meine Schwäche. Beim Gedichteschreiben habe ich diese problematische Neigung nicht.

„Oma Meumes Mann Karl ist erst durch die Kommunisten zu einem guten Menschen geworden“, schreiben Sie.
Ein besserer auf jeden Fall, ja.

Nun musste ich in diesem Jahr, da die Feierlichkeiten zu 30 Jahren Mauerfall nahen, an die Feierstunde vor fünf Jahren denken, als Sie nicht nur gesungen hatten im Bundestag, sondern sich mit scharfen Worten an die Linke wandten. Ist da auch enttäuschte Liebe dabei, wenn Sie gerade dieser Partei so scharf gegenübertreten?
Natürlich. Die heftigsten Gemütsbewegungen, Liebe und Hass, hat man ja zu den Menschen, die einem am nächsten sind. Das ist im Privaten so wie im Politischen. Die Nazis, die Neonazis, die finde ich nur zum Kotzen. Aber die regen mich nicht auf. Ich weiß doch, dass das Verbrecher und Idioten sind. Aber die Leute, die aus dem gleichen politischen Geschichts-Hintergrund kommen wie ich, der als Kommunistenkind geprägt wurde, stehen mir natürlich viel näher. Und deren Haltung, nämlich keine Konsequenzen aus dem blutigen Irrweg des Kommunismus zu ziehen, sondern sich einfach flott umzubenennen – statt SED heißen die ja heute Die Linke, es ist dieselbe Partei wohlgemerkt –, diese Haltung empört mich viel mehr. Sie sind mir so fremd, weil sie mir so nahe sind. Da kann jeder mitreden, wenn er mal tiefen Liebeskummer hatte.

Eigentlich müssten Sie mal ein öffentliches Streitgespräch mit Gregor Gysi führen.
Das weiß ich nicht. Ich halte ihn ja, wie ich im Bundestag gesagt habe, für einen Reaktionär. Er hat dafür gesorgt, dass die Leute, die uns jahrzehntelang unterdrückt haben in der DDR, die Nomenklatura der SED und ihre Erben, sich so elegant hineinmogeln konnten in die Demokratie.

Aber wie viele Leute waren das damals? Kritisiert wird doch heute eher, dass sich ein größerer Teil der Bevölkerung in bestimmten Regionen des Ostens vom Einigungsprozess übersehen, vergessen fühlt.
Das halte ich für eine Fehleinschätzung. Wenn eine so mächtige, jahrzehntelange Diktatur zu Ende geht, kann man nicht erwarten, dass alles so einfach und nett sich weiter entwickelt als wär nix gewesen. Klar, im ersten Durcheinander wurde improvisiert, zur Schaffung neuer gesellschaftlicher Strukturen. Und im Großen und Ganzen ist es doch erstens bis zehntens schön, dass die Diktatur zusammengebrochen ist. Dass der reiche, starke Westen genügend Kraft hatte, dafür zu sorgen, dass die Ostdeutschen einen Wohlstand genießen, den sie vorher nie erleben konnten. Die Ostdeutschen wurden von den Sowjets in die zweite Diktatur gestoßen – und viel zu viele haben ja auch alles mitgemacht. So hat der Osten die Rechnung des Zweiten Weltkrieges bezahlt, und deshalb freue ich mich, dass der Westen so viel investieren musste in den Osten. Das finde ich gerecht.

Aber nicht nur in Regionen, wo jetzt die AfD und Pegida und „Zukunft Heimat“ so stark sind, wird ja auch die Art des Beitritts zur BRD kritisiert.
Wer glaubt, dass sich eine Diktatur mit einer Demokratie problemlos vereinigen kann, ist aus meiner Sicht nicht die hellste Kerze auf der Geburtstagstorte.

Wie würden Sie sich wünschen, dass des Mauerfalls gedacht wird?
Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Aber: Wer sich nicht darüber freut, dass die Mauer gefallen ist und dass wir endlich neue Probleme haben und nicht immer die alten, der ist aus meiner Sicht nicht auf der Höhe des Geschichtsprozesses, in dem er sich bewegt. Ich finde, die Deutschen haben allen Grund, froh und glücklich zu sein, dass sie so billig und so teuer, nur mit Geld und nicht mit Blut bezahlt, davongekommen sind.

Doch die Klagen sind lauter denn je.
Es gibt eine geradezu makabre Diskrepanz zwischen dem wirklichen Zustand des deutschen Volkes und dem Selbstbild einiger Klage-Deutschen. Es ging unserem Volk in seiner Geschichte noch nie so gut wie heute – und zwar auf allen Gebieten: Frieden, Wohlstand, Freiheit, Kultur, Rechtsstaat. Noch nie haben Rentner in Ost wie West ein so angenehmes Leben gehabt wie jetzt. Doch wie in einer dialektischen Idiotenreaktion fühlen sich manche, als wäre es ihnen noch nie so schlecht gegangen wie heute. Das ist ein Ausdruck dafür, dass ein Volk, das über Jahrzehnte in einer Diktatur beschädigt wurde, sich nicht so flott erholen, regenerieren kann. Häuser lassen sich eben leichter wieder herstellen als Menschen.

Zurück zum Buch: Warum kommen Sie wiederholt zu Gedichten und Liedern zurück, wenn es eigentlich Prosa versammelt?
Es schließt sich ein Kreis, denn bei manchen, nicht allen, sind es die Geschichten hinter den Liedern. Das wird vielleicht auch für manchen Leser interessant sein, der diese alten Lieder kennt, wie die Ballade über meine Oma Meume – nun kommt die berührende Geschichte ihrer Hochzeit, im geliehenen und viel zu großen Kleidchen, mit dem harschen Karl Schimpf dazu.

Besonders beeindruckend finde ich die Geschichte, die in der Kneipe am Dorotheenstädtischen Friedhof spielt, weil sie den Leser durch verschiedene Gefühle jagt.
Ah, die beiden Arbeiter!

Wie war das beim Schreiben, in diese Zeit zurückzugehen?
In dieser Novelle geht es um zwei Männer, die mich mit Biermann verwechseln. Ich soll beweisen, dass ich wirklich der Biermann bin. Da mir aber den Ausweis vorzuzeigen zu blöde war – damit wurde man in der DDR ständig von Polizei und der Stasi schikaniert –, entwickelt sich eine gefährlich skurrile Situation. Der Mann will, dass ich ihm ein Biermann-Gedicht aufsage, aber sein Stichwort reicht nicht aus, dass es mir sogleich in den Kopf kommt. In diese Zeit zurückzugehen, ist für mich immer aufregend und die Geschichte geht auch ziemlich rabiat- fantastisch weiter.

Die Arbeiter sprechen ein tolles Berlinisch. Für das Sächsisch, mit dem Ihre Oma aufgewachsen ist, bieten Sie die Kneipennamen „Zum pluutchen Gnochn“ und „Zur dreckschen Schürze“. Die haben Sie aber erfunden.
Nein, nie im Leben! Dazu reicht meine Fantasie überhaupt nicht aus! Ich will Ihnen die Wahrheit sagen: Die Wirklichkeit ist meistens viel fantastischer, als das, was sich ein Intellektueller am Schreibtisch ausdenkt. Ich habe eines am Berliner Ensemble, am Brecht-Theater, gelernt: scharf beobachten. Wenn man das einigermaßen trainiert hat, wird man beschenkt mit einem Reichtum an Geschichten, die man sich in seinem kleinen Kopf nicht ausdenken kann. Die Leistung besteht darin, sie so festzuhalten und zusammenzubauen, dass sie als Geschichte funktionieren. Ich habe allerhand Elemente in meinem Ersatzteillager im Gehirn im Regal liegen, dort warten sie auf den richtigen Moment, um verwendet zu werden.

Jeder weiß, wer Wolf Biermann ist, und dass mit Ihrer Ausbürgerung das Ende der DDR begann, weil sich erstmals offen Protest regte. Wie leben Sie mit dem Legenden-Status?
Das merke ich gar nicht. Da könnten Sie auch fragen, wie ich Luft hole. Wenn man so unbescheiden ist und sich vor tausend Leuten hinstellt und seine Gedichte und Lieder vorträgt, dann muss man auch schon was von sich selber halten. Sonst schafft man das nicht. Gleichzeitig muss man wissen, dass man ein kleines Licht ist. Aber besser ein kleines Licht, das etwas erleuchtet als ein Finsterling. Ich bin nie an übergroßer Bescheidenheit eingegangen, aber auch nie an Selbstbegeisterung. Und wissen Sie warum? Weil ich der Sohn meiner Emma Biermann bin.

Und der Enkel der von Ihnen besungenen Oma Meume?
Ja, natürlich. Diese beiden Frauen haben mich geprägt, die haben mich so gemacht, wie sie konnten und wie sie es wollten. Und die menschliche Substanz, die man braucht, um im Streit der Welt einigermaßen standzuhalten, die kriegt man sehr früh eingefüttert.

Haben Sie noch Kontakt zu Menschen von damals, die gegen Ihre Ausbürgerung protestierten?
Den allerengsten Herzensbruderkontakt habe ich zu Günter Kunert. Der ist immer mein Verbündeter gewesen, den ich bewundere und für einen ganz großen Dichter halte. Und zu Volker Braun, den sehe ich aber selten. Auch wenn ich mich manchmal über ihn politisch ärgere – und er sich über mich –, muss ich das aushalten, denn er ist ein großer Dichter. Das ist für mich eine willkommene Gelegenheit, Toleranz zu lernen.

Sie kehren erzählerisch mehrfach an Ihren alten Wohnort Chausseestraße/ Ecke Hannoversche Straße zurück. Ist das noch der Kern Ihres Heimatgefühls?
Sehen Sie: Bevor wir uns jetzt hier in diesem Hotel trafen, war ich im ARD-Hauptstadtstudio zu einem Gespräch – und ich blicke bei der Gelegenheit auf die Marschallbrücke. Da muss ich an die Szene denken, die ich auch in meiner Autobiografie beschrieben habe, wie die Stasi dort versucht hatte, mich totzufahren, mit einem Mercedes 190. Dann denke ich, ein Steinwurf von dort ist die Möwe, die im neuen Buch in einer meiner Erzählungen geschildert wird als Sittenbild der DDR-Kulturschaffenden.

Wo Sie Ihrer Barbara begegnen.
Ja, und nur zwanzig Schritte entfernt steht das Virchow-Denkmal, wo direkt gegenüber die Ruth Berlau wohnte, die ich dort besuchte und mit ihr in ihrer Loggia über Brecht redete. Und nur fünfzig Schritte weiter der Eingang der Charité, wo ich 1956 hingeschickt wurde, um die Studenten der Veterinärmedizin zu überzeugen.

Als Agitator?
So war das damals, von der Uni-Obrigkeit geschickt. Und nur zehn Meter weiter treffe ich zum ersten Mal im Krankenzimmer Stefan Heym, der einen Herzklaps hatte. Warum? Weil dort auch der Jonny Löhr lag, der meine Mutter entjungfert hatte 1920 in Hamburg. Jede Ecke kenne ich dort! Wenn ich das alles erzählen würde, wäre es ein zigtausend Seiten füllender familiärer Ritterroman, den kein Mensch lesen könnte. Nochmal 200 Meter weiter ist der Hörsaal, wo früher die Volkskammer war. Dort wurde „Die Ermittlung“ von Peter Weiss aufgeführt, worüber ich ein schreckliches Gedicht geschrieben habe. Und am Robert-Koch-Platz war früher die Akademie der Künste, wo Stephan Hermlin die jungen Lyriker zum ersten Mal vorgestellt hatte: Volker Braun, Sarah Kirsch, Bernd Jentzsch, Wolf Biermann – was für mein Leben eine große Rolle spielte. Ein Schritt weiter: Der Fischer-Hörsaal der Humboldt-Universität, wo Robert Havemann seine spektakulären Vorlesungen gehalten hat mit dem Titel „Dialektik ohne Dogma“, die die DDR-Bonzen tief erschütterten. Dort habe ich ein Konzert gemacht mit Fred Düren, dem genialen Schauspieler aus dem Berliner Ensemble.

Ist das eigentlich dann doch Ihre Heimat, und nicht das schöne Hamburg?
Sagen wir so: Der Wolf ist ein Hamburger und der Biermann ist ein Berliner. So einfach ist das. Und so kompliziert.

Interview: Cornelia Geißler

Zur Person

Wolf Biermann, 1936 in Hamburg geboren, siedelte 1953 in die DDR über. Seit 1960 veröffentlicht er Gedichte und Lieder. 1965 wurde über den inzwischen scharfen Regimekritiker ein Auftritts- und Publikationsverbot verhängt. 1976 durfte er nach einer Konzerttour in der BRD nicht wieder in die DDR einreisen. Biermann lebt heute in Hamburg, doch sein neuer Novellenband führt – nach seiner 2016 veröffentlichten Autobiografie „Warte nicht auf bessre Zeiten!“ (Propyläen) – in vielen Texten wieder nach Berlin, in die Zeit, da er als Liedermacher bekannt und dem Staat DDR gefährlich wurde.

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