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Werbefigur «Alice» bleibt O2 treu

Die blonde Werbefigur «Alice» wird auch künftig über deutsche Fernsehbildschirme flimmern. Das italienische Model Vanessa Hessler soll auch nach der Übernahme des Stadtnetzbetreibers Hansenet durch Telefónica O2 weiter für DSL-Anschlüsse werben.

Hamburg. Die blonde Werbefigur «Alice» wird auch künftig über deutsche Fernsehbildschirme flimmern. Das italienische Model Vanessa Hessler soll auch nach der Übernahme des Stadtnetzbetreibers Hansenet durch Telefónica O2 weiter für DSL-Anschlüsse werben.

«Die Marke 'Alice' ist auch durch Vanessa Hessler personifiziert. Deshalb planen wir, auch langfristig mit ihr zusammenzuarbeiten», kündigte Hansenet-Chef Lutz Schüler im Gespräch mit der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX an. Das Model spiele eine wichtige Rolle für den Markentransfer von Alice auf O2.

Alice ist eigentlich die Hausmarke des italienischen Telekomkonzerns Telecom Italia. Mit der Übernahme von Hansenet im Winter sicherte sich die spanische Telefónica die Markenrechte für Alice zunächst für drei Jahre. Zunächst läuft der Vertrag mit dem Model bis Ende 2011.

Das erste gemeinsame Produkt für Alice und O2-Kunden soll pünktlich zum Start der Funkausstellung IFA ab Anfang September angeboten werden. O2-Kunden, die sich einen Alice-Anschluss zulegen, und Alice-Kunden mit O2-Vertrag können mit einer sogenannten «community-flatrate» kostenlos im Alice- und ins O2-Netz anrufen. Alice-Kunden telefonieren mit der Mobile-Option des DSL-Anbieters zwar bereits über das Netz von O2, müssen bislang aber noch für Gespräche zu O2-Nutzern zahlen.

Der Mobilfunker O2 erhofft sich von den integrierten Angeboten einen kräftigen Umsatzschub. Im Schnitt bezahle ein Mobilfunkkunde 17 Euro im Monat und ein Festnetzkunde 30 Euro. «Kunden, die beides aus einer Hand bekommen, bringen einen durchschnittlichen Monatsumsatz (ARPU) von 60 bis 70 Euro, weil sie die Angebote wesentlich stärker nutzen und zum Beispiel mobile Datendienste oder hochwertige Handys dazukaufen», erklärt Schüler, der früher Marketingchef bei O2 war. Auch die Kündigungsraten fielen erfahrungsgemäß niedriger aus, wenn ein Kunde Festnetz und Mobilfunk aus einer Hand bekomme.

«Bis 2014 werden Studien zufolge nahezu 25 Prozent der deutschen Haushalte integrierte Telefonprodukte nutzen», sagt Schüler. «Unter den ehemaligen Alice-Kunden ist dieser Wert schon erreicht, das heißt mehr als 25 Prozent aller Alice-Kunden haben auch einen Mobilfunkanschluss mit durchschnittlich 1,6 SIM-Karten von Alice.» Künftig soll ein ähnlicher Prozentsatz der O2-Mobilfunkkunden auch Festnetzkunde bei dem Unternehmen werden. Zuletzt hatten O2 und Alice gemeinsam 2,4 Millionen DSL-Kunden und 2,8 Millionen Festnetzkunden.

Auch an seinem IPTV-Angebot bastelt Hansenet weiter. Bislang nutzen 58 000 Kunden das Internetfernsehen von Alice - wenig im Vergleich zu den 1,3 Millionen Kunden der Telekom. «Wir haben aber Wachstumsraten von rund 15 000 IPTV-Kunden im Quartal und der Trend hält an», sagt Schüler. Was die Auswahl von Filmen und HD-Angeboten angehe, müsse sich Alice nicht hinter der Telekom verstecken.

«Ein wichtiger Grund, warum wir IPTV anbieten, ist, den Kunden zu halten.» Auf der Funkausstellung IFA (3. bis 8. September) will Alice auch weitere Internet-Inhalte für das Fernsehen vorstellen. Bislang beschränkt sich das Angebot auf wenige Apps wie die «Tagesschau» oder das Wetter. «Wir versuchen aber, mit verschiedenen Anbietern noch mehr Inhalte hinzubekommen.»

Gespräch: Annika Graf, dpa-AFX (dpa)

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