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Weibo legt eine Kehrtwende hin.

Kurznachrichtendienst

Weibo will homosexuelle Inhalte verbieten

Der chinesische Kurznachrichtendienst Weibo will homosexuelle Inhalte nun doch verbieten lassen. Millionen von Nutzern haben ihrer Empörung unter dem Hashtag #IAmGay Luft gemacht.

Nach einem Sturm der Entrüstung hat Chinas Kurznachrichtendienst Weibo eine Kehrtwende gemacht und will homosexuelle Inhalte doch wieder zulassen. Die Online-Plattform teilte am Montag mit, dass seine angekündigte Säuberungskampagne „nicht mehr auf homosexuelle Inhalte abzielt“. Der Schritt hatte heftige Empörung ausgelöst, die sich einige Hundert Millionen Mal unter dem Hashtag #IAmGay Luft gemacht hatte, bevor dieser am Wochenende von der Zensur geblockt wurde.

Der 340 Millionen Nutzer zählende Kurznachrichtendienst hatte am Freitag angekündigt, dass Comics, Spiele, Texte und Videos über drei Monate genau auf Pornografie, blutige Gewalt und Homosexualität überwacht und gegebenenfalls zensiert würden. Doch selbst das kommunistische Parteiorgan „Volkszeitung“ kritisierte den Schritt und machte deutlich, dass die Plattform zu weit gegangen war. Das Blatt forderte Toleranz gegenüber Homosexualität, die so „normal“ wie Bisexualität sei.

Homosexualität sei auch „definitiv keine Krankheit“, schrieb die „Volkszeitung“ in einem Hinweis auf die lange verbreitete und einst selbst in einigen Lehrbüchern geteilte Vorstellung, dass es eine Geisteskrankheit sei. In China ist Homosexualität seit 1997 straffrei. Gleichwohl sehen sich Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) immer noch mit einem Tabu belegt. (dpa)

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