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Die Position von Netflix ist deutlich stärker als die von Spotify.
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Die Position von Netflix ist deutlich stärker als die von Spotify.

Spotify

Vorbild Netflix

  • VonStephan Kaufmann
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Die Schweden von Spotify, dem bekanntesten Streaming-Dienst für Musik, wollen den Erfolg der digitalen Fernsehfirma kopieren. Sony Music, Warner und Universal Music sind die größten Konkurrenten.

Spotify vergleicht sich gern mit Netflix – und die Anleger würden das auch gerne glauben. Schließlich ist Spotify beim Musik-Streaming das, was Netflix beim Video-Streaming ist: Marktführer. Auch Netflix schrieb lange Verluste. Heute dagegen ist das Unternehmen profitabel, sein Börsenkurs hat sich in den vergangenen vier Jahren versechsfacht.

Zudem organisiert mit Finanzchef Barry McCarthy der Mann den Börsengang von Spotify, der 2002 bereits Netflix erfolgreich an die Börse brachte. Doch trotz dieser Ähnlichkeiten deutet bislang nichts darauf hin, dass Spotify den Erfolgsweg von Netflix kopieren kann.

Denn beide Firmen arbeiten in einem gänzlich unterschiedlichen Marktumfeld. Als Kontrahenten stehen Spotify die drei mächtigen Musik-Labels Sony Music, Warner und Universal Music gegenüber, sie halten die Rechte an 80 Prozent der Songs, die Spotify anbietet. Und an sie müssen die Schweden für jedes gespielte Lied einen Anteil zahlen.

Die Position von Netflix hingegen ist deutlich stärker. Das Unternehmen kauft seine Inhalte von Dutzenden von Sendern, Studios und Produzenten und kann so seine Marktmacht für niedrigere Preise einsetzen. Zudem zahlt Netflix für die Streaming-Rechte einen festen Preis – je mehr Abonnenten es hat, umso profitabler ist das Unternehmen. Spotify hingegen muss den Musikrechte-Inhabern eine Gebühr für jeden einzelnen gespielten Song oder Nutzer überweisen – die Gewinnspanne ist also allein durch eine Vermehrung der Abonnenten nicht zu erhöhen.

Zudem ist Netflix auch selbst in die Produktion von Inhalten eingestiegen. 2011 kündigte das Unternehmen an, nicht nur fremde Filme abzuspielen, sondern eigene zu produzieren. Mit der ersten Eigenproduktion – dem US-Politdrama „House of Cards“ mit dem Oscarpreisträger Kevin Spacey in der Hauptrolle – gelang dem Unternehmen 2013 ein fulminanter Start. Netflix ist heute der Angstgegner von Unterhaltungskonzernen wie Time Warner und Disney.

Spotify hat dagegen bislang keine Pläne, den Plattenfirmen durch eigene Produktionen Konkurrenz zu machen. Es zielt eher auf das Modell Facebook, will also eine Plattform für fremde Inhalte sein. Auch das engt die Möglichkeiten der Schweden deutlich ein, mehr Umsatz, Gewinn oder Rendite zu machen. 

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