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Die von Frank Castorf geleitete Berliner Volksbühne wird für 12,5 Millionen Euro modernisiert und bekommt eine neue Spielstätte.

Berlin

Volksbühne wird für 12,5 Millionen saniert

Bevor sich die Türen für sieben Monate schließen, gibt es noch ein Abschlussfest am 7. März. Ausweichstätten sind dann der frisch sanierte Prater im Prenzlauer Berg und die Freilichtbühne auf dem Rosa-Luxemburg-Platz.

Berlin. Die von Frank Castorf geleitete Berliner Volksbühne wird für 12,5 Millionen Euro modernisiert und bekommt eine neue Spielstätte. Mit der Sanierung werde das Theater seinem künstlerischen Anspruch auch baulich gerecht, sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher.

Die Bühne wird vom 16. März an sieben Monate lang saniert, am 16. Oktober öffnet sie wieder. Das neue "Sternfoyer" über der Kassenhalle soll künftig für kleinere Aufführungen offen stehen. Am 7. März gibt es ein Abschlussfest vor der Schließung.

Ausweichspielstätten sind der frisch sanierte Prater im Prenzlauer Berg und von Mai bis August eine Freilichtbühne mit 250 Plätzen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz. Zwei Drittel des Baubudgets fließen in die Technik - die Bühnenmechanik stammt aus dem Jahr 1952. Der Brandschutz wird verbessert, die Stuckdecke gereinigt. Die mit Schellack überzogenen, holzvertäfelten Wände sollen in neuem Glanz erstrahlen.

Die traditionsreiche Bühne wurde 1913/14 nach dem Entwurf Oskar Kaufmanns gebaut. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Theater fast vollständig zerstört und danach von Architekt Hans Richter wieder errichtet.

Ausschlaggebend für die heutige Denkmalpflege soll der Zustand der 50er Jahre sein. Die Sanierung des Hauses steht schon länger an. Die Volksbühne wollte jedoch nicht über einen längeren Zeitraum schließen, weil sie um ihr Stammpublikum fürchtete.

In Berlin wird derzeit auch das Deutsche Theater saniert, das Ende Februar wieder öffnet. Weitere Baumaßnahmen sind laut Senatsverwaltung am Theater an der Parkaue, am Probenzentrum des Deutschen Theaters, an der Staatsoper und danach an der Komischen Oper geplant. (dpa)

www.volksbuehne-berlin.de

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