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Mobilfunkmarkt

Vodafone will britische T-Mobile-Sparte

Vodafone will einem Pressebericht zufolge die britische Mobilfunktochter der Deutsche Telekom übernehmen. Sollte der Konzern den Konkurrenten kaufen, würde Vodafone die Nummer eins im britischen Mobilfunkmarkt.

London. Vodafone will einem Pressebericht zufolge die britische Mobilfunktochter der Deutsche Telekom übernehmen.

Nach Informationen der "Financial Times" erwägt der nach Umsatz weltgrößte Mobilfunkkonzern ein Angebot für T-Mobile UK oder die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem deutschen Wettbewerber. Sollte Vodafone den Konkurrenten kaufen, würde das Unternehmen mit 40 Prozent Marktanteil die Nummer eins im britischen Mobilfunkmarkt. Das Geschäft könnte aber von den Wettbewerbsbehörden blockiert werden.

Bei der Telekom herrsche Unzufriedenheit darüber, wie sich die britische Tochtergesellschaft im Laufe der Jahre entwickelt hat. Im ersten Quartal musste die Telekom 1,8 Milliarden Euro auf die britische Tochter abschreiben. Dadurch entstand dem Konzern ein Verlust von 1,12 Milliarden Euro. Deshalb sei die Investmentbank JPMorgan beauftragt, strategische Optionen für das Unternehmen zu erarbeiten, schreibt die Zeitung. Der Unternehmenswert von T-Mobile UK wird dem Bericht zufolge auf 3 bis 4 Milliarden Euro geschätzt.

Derzeit sei in Großbritannien die Telefonica-Tochter O2 mit einem Marktanteil von rund 27 Prozent Branchenführer. Vodafone liege bei 25 Prozent, Orange bei 22 und T-Mobile bei 15 Prozent. Der Anbieter 3, ein Ableger des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa, erreiche acht Prozent Marktanteil. Der Mobilfunkmarkt auf der Insel gilt als einer der härtesten in Europa. Nirgends sind so viele Anbieter vertreten.

Eine Konsolidierung des Marktes könnte den Preisdruck mindern. Vor diesem Hintergrund gehen einige Analysten laut Zeitung davon aus, dass die Kartellbehörden einen Zusammenschluss zulassen könnten, bei dem ein Anbieter auf 40 Prozent Marktanteil kommt. Ähnliche Marktbedingungen herrschten in Frankreich, Italien und Spanien. (dpa)

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