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Der Künstler Gerhard Richter vor seinem Bild "Courbet" aus dem Jahr 1986.
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Der Künstler Gerhard Richter vor seinem Bild "Courbet" aus dem Jahr 1986.

Gerhard-Richter-Retro in Duisburg

Ich bin viel zu teuer

Gerhard Richter sieht die Folgen der globalen Wirtschaftskrise für die Künste durchaus optimistisch. In Duisburg gibt eine Ausstellung einen Überblick über mehr als 40 Schaffensjahre des Kölner Malers.

Duisburg. Der Kölner Maler Gerhard Richter (77) sieht die Folgen der globalen Wirtschaftskrise für die Künste durchaus optimistisch. "Das ist meine Hoffnung, dass sich die Krise sehr gut auswirkt und bei Sammlern und dem Publikum wieder einen Sinn für Qualität weckt", sagte der Künstler am Mittwoch in Duisburg.

Gerade auf dem weltweiten Kunstmarkt habe es in den vergangenen Jahren keine Qualitätskriterien mehr gegeben. "Und deshalb werden solche Irrsinns- Preise bezahlt", sagte Richter vor der Eröffnung einer Ausstellung seiner Werke.

Die Bilder des oft als Deutschlands wichtigster Maler bezeichneten Künstlers haben auf Auktionen Rekordpreise in zweistelliger Millionen-Höhe erzielt. Die Tatsache, dass er deswegen häufig als bedeutender Künstler tituliert werde, störe ihn mittlerweile nicht mehr, erklärte Richter.

"Ich hab mich vor einigen Jahren daran gewöhnt, dass es überhaupt nicht um die künstlerische Qualität, sondern um die Preise geht." Der in Dresden geborene Maler meinte vor einigen Monaten, der gesamte Kunstmarkt sei "ein einziger Hype". Er selbst würde die Preise für seine eigenen Werke auf keinen Fall bezahlen.

Umfangreicher wie nie zuvor

Die Bilder-Schau war zwar schon in Peking und Wien, Edinburgh und Baden-Baden: Umfangreicher als in all den anderen Museen zuvor ist die Ausstellung "Gerhard Richter - Bilder aus privaten Sammlungen" jetzt in Duisburg zu Gast.

Wesentlich erweitert und variiert wurde die Präsentation in der Ruhrgebietsstadt mit insgesamt 80 Gemälden zu einer regelrechten Richter-Retrospektive, die einen Überblick über mehr als 40 Schaffensjahre des Wahlkölners gibt. Und erneut lässt die vom Künstler selbst gehängte Ausstellung (21. Mai bis 23. August) den malerischen Reichtum erkennen, der dem 77-Jährigen den Ruf als Deutschlands derzeit bedeutendstem Künstler eingebracht hat.

Selbst Richter-Kenner können im Duisburger Museum Küppersmühle noch Entdeckungen machen: Die Kunstwerke aus mehreren privaten Kollektionen wie Burda oder Ströher werden von zahlreichen Bilder aus dem Besitz des Malers ergänzt und sind mithin eher selten zu sehen.

Eine anfängliche "Melancholie" bei der Begegnung mit seinem Gesamtwerk sei mittlerweile gewichen, bekannte Richter. Aber angesichts des bisher Geschaffenen "ist es das Schwierigste, wieder was anderes zu machen. Malen ist dann spannend, wenn man neue Wege geht."

Und "neue Wege" hat der aus Dresden stammende Ausnahme-Künstler immer wieder gewagt: So begegnet der Ausstellungsbesucher selbstverständlich den fotorealistischen Arbeiten wie der halbnackten "Olympia" (1967) oder dem merkwürdig tristen Motiv "Motorboot" (1965), die allesamt nach naiven Familien- oder Zeitungsfotos entstanden sind und sehr frühen Ruhm brachten.

(dpa)

museum-kueppersmuehle.de

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